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Sonntag, 9. August 2009

Captain America: The Death of Captain America Vol. 2

Just my Favorite!

Ich fühle mich fast, wie einer dieser Cops aus den Filmen, der einen Fall abgeben sollte, weil er persönlich involviert ist, das aber verschweigt, um weiterhin am Ball bleiben zu dürfen.
Ja, SO GENIAL finde ich Brubaker/Eptings Cap!
Als ich mit Comics anfing und sie nur illegal aus dem Internet runtergeladen habe, las ich Supreme Power und gleich danach Marvel's Civil War, der gerade zu Ende gegangen war. KOMPLETT...alle Tie-Ins ca. 100 Hefte. Cap wie er in den Civil War und Avengers Heften und den Ultimate Avengers Animated Movies war, war MEIN HELD. Kind, Heroic, an Icon, a Leader. Vor allem auch ein Symbol für das, was ich an den USA liebe, den Pioniergeist und das Hochhalten solcher Werte wie Redefreiheit etc.
(ja ja, Bush Administration, bla bla, aber ihr wißt was ich meine. Sie heben diese Werte gerne SOO nach Vorne, dass es den Eindruck vermittelt, sie hätten sie erfunden... und DIESES Hochhalten mit etwas Patriotismus finde ich irgendwie grandios. Ich hätte auch gerne so einen dicken Nationalfeiertag etc.).
Und Brubakers Cap hatte ja auch einige Tie-Ins in Civil War.... damals, als ich noch keine Ahnung hatte, fande ich Brubakers Cap total FALSCH...so dunkel und gar nicht so leuchtendes, supermanartiges Symbol der Hoffnung...fand ich scheiße. Dann Brubakers Entscheidung, den Cap zu töten und dieses erbarmungslosen, dunklen Side-kick zum Protagonisten zu machen, oh gott...abgenervt war ich... als DANN (das war für mich ca. 3 Monate nach MEINEM Civil War Ende) rauskam, dass Bucky der nächste Cap werden würde, da war ich quasi empört...und dann noch mit einer WAFFE... Ich habe Marvel sogar einen Protest-kommentar dagegen geschrieben.
Circa ein Jahr später habe ich dann aufgrund so verdammt guter Kritiken, Brubakers Cap noch einmal eine Chance gegeben und mir die ersten beiden Trades bestellt. Dann die nächsten vier.. DANN habe ich mein dieses Death of Vol.1 wieder verkauft und beschlossen, es mir als HC nochmal zuzulegen und von da an alle als HC zu sammeln, weil ich immer up to date sein wollte und Brubakers Cap das ja wohl als MINDESTENS verdient.
Bei Issue 30 war nicht mehr Steve Rogers, sondern James Bucchanan 'Bucky' Barnes mein #1 Held.

Das ist schon lange her und den Issue, in dem Bucky zum neuen Cap mitsamt Kostüm wird, Issue #34 um genau zu sein, habe ich aufgespart. Anders gesagt, die erste Hälfte dieses Trade habe ich vor ca. einem Jahr gelesen und die zweite Hälfte gestern.

Leute, ich liebe Ed Brubaker, ich liebe Steve Epting, ich liebe Bucky und den Cap und alle Charaktereigenschaften unseres Bucky, der immer im Hinterkopf haben wird, dass die Schuhstapfen, in die er tritt, zu groß für ihn sind.

Also, im Klartext:
in Captain Amierica: The Death of Captain America Volume 2 wird aus unserem Winter Soldier, der neue Cap. Zwischendurch wird eine Gehirnwäsche an ihm versucht, er versucht Iron Man zu töten und der Red Skull und sein Geistesverschmolzener Aleksandr Lukin wollen America von der Wirtschafts Öl-und-Immobilien Seite her angreifen, was ihnen ziemlich gut gelingt.

Art? Epting ist der WAHNSINN, Leute... Eigentlich kann ich mich sonst nur noch für Maleev und Perez derart begeistert. Direkt hinter besagten beiden ist Eptings Cap einzuordnen.

Ich kann vielleicht keine Uneingeschränkte Empfehlung für Jedermann rausgeben, aber Cap ist genau MEIN DING. Verzeiht mir also den wenig Objektiven Ton.



URTEIL:
Captain America: The Death of Captain America Vol. 2
-
9.4

Samstag, 1. August 2009

Uncanny X-Men: Divided We Stand

Uncanny X-Men is back!

Und damit meine ich, dass Marvel's Entscheidung die Series "X-Men" nach Messiah Complex mit Issue #207 zum weniger prestige-trächtigen Titel "X-Men: Legacy" zu machen(angeblich aber nur für eine bestimmte Zeit), während gleichzeitig ihr damals bester Writer(das sage jetzt nicht nur ich, sondern auch die Eisner's als Best Writer und andere Kritiker) abkommandiert wurde, Uncanny X-Men zu übernehmen und ihm einen ihrer aller besten Artists, Mike Choi, zur Seite zu stellen. Funktioniert das aber auch?!

Fangen wir unser Uncanny X-Men: Divided We Stand Review mal mit der Art an:

Alles klar?! Kinnlade wieder oben?


Also: Art ist...ich formuliere es mal der Story nach passend:

*stoned* "BeaUUtiful, MAN!"

Ist die Story denn auch so gut? Alle Kritiker sind darüber hergezogen, dass Brubaker diese Team-story nicht gut hinkriegt und nicht an seinen sonstigen Standard herankommt.
Ich sage: Bu....... nein, sie haben recht. Es STIMMT!
Was nützt es aber, hohe Erwartungen hin oder her, ein X-Men Brubaker auf 70% seiner Leistung ist trotzdem noch 120% eines X-Men Peter Milligan, wenn man mich fragt!
Und genau so sehe ich die Divided We Stand Uncanny-Storyline. Sie ist kein Action-Spy-Genre Captain America, aber sie ist gut. Ich habe auch versucht darauf zu achten, ob die Charaktere sich natürlich oder eher untypisch verhalten.
Ich konnte absolut keine disharmonischen Charakter-elemente feststellen. Sprache, Verhalten, alles paßt, zu JEDEM. Und JEDER deckt, wie es sich für Uncanny gehört so ziemlich alle X-Men Major Player ab, die man sich nur wünschen kann... Tote, oder bisweilen totgeglaubte natürlich ausgenommen. Trotzdem, sogar Angel ist dabei!

Dann also mal eine kleine Inhaltsangabe:
Issue #495:
Scott(aka Cyclops) und Emma(Emma Frost) versuchen sich mit einer kleinen Savage Land Vacation zu resetten um dann neue Aufgaben angehen zu können.
Restliche 4 Issues:
Wolverine, Colossus und Nightcrawler besuchen Kurt's Heimatort in Deutschland, anschließend geht's mit dem Zug zu Piotr's Heimatort in Russland. Nach 1-2 Bar Fights bekommen sie es dort mit Russlands früherer Superheldenbehörde zu tun, die gerne ergründen würde, wieso ihre Mutanten alle ihre Kräfte verloren haben, die X-Men ihre aber behalten haben...einen typisch russischen Feind der X-Men treffen sie dort ebenfalls[einziger Negativpunkt bei Chois Art: Diese Fight-scene fand ich etwas ungelungen, könnte auch am Writing liegen...].
Scott und Emma bilden währenddessen die letzten beiden in den USA befindlichen X-Men, die nicht, wie ebenfalls ein ganzer Stadtteil von San Francisco, einer Telepathin zum Opfer gefallen sind und zu Hippies transformiert wurden.
Ok, Brubakers Humor mit der Introduction von "Warpath, Hippie Name: Running Sun, Hepzibah, Hippie Name: Lady Kitten" ist nicht gerade zu Brüllen, aber das macht Mike Choi mit seinen absolut genialen, leicht ins witzige überspitzten Hippie-Kostümen wieder wett(Cover Beispiel).
Brubaker ist ja nun bekanntlich mein Lieblings-Marvel-writer und er macht hier einen mehr als soliden Job. Trotzdem...was dieses TPB wirklich heraushebt ist Mike Chois Art. In dem Sinne freue ich mich echt schon auf die kommenden Issues, in denen Matt Fraction das Writing übernimmt und Mike Choi der Artist bleibt.


URTEIL:
Uncanny X-Men: Divided We Stand
-
7.9


Freitag, 12. Juni 2009

#19

Hello Gotham,

nachdem ich vorher gerade Criminal Lawless behandelt habe. Gab es diesmal die nächste Crime-story: Gotham Central HC Vol.1 zweiter Teil: Half a Life. Diesmal nicht Brubaker, sondern sein Gotham Central Collaborator Greg Rucka und keine Sean Philips Art, sondern eine sehr ähnlich daherkommende Michael Lark Art.

Story: Renee Montoya(die Police Dame bekannt aus der Batman Animated Serie und nicht zuletzt aus 52 und den neuen The Question Comics) wird als Lesbe geoutet und der Privatdetektiv, der die Fotos machte wird ermordet aufgefunden. Die Story handelt von Renees Liebe zu ihrer Partnerin, von Kollegen, die sie einerseits wie totale Macho-arschlöcher verarschen, andererseits jeden angehörigen, egal wie beliebt oder unbeliebt, mit allem Verteidigen, was sie haben. Renees Stress mit ihren lateinamerikanischen, streng katholischen Eltern.
Also wir kriegen hier echt ALLES. Larks Art war NIE besser. Ihr wißt, das dieser kriminalistische Lark/Philips Style auf Farbflächen, dicken Ink-flächen und -strichen, die wenig Detail durchblicken lassen beruht. Lark gibt hier aber in jedem Panel die perfekte Balance zwischen Detail und Stilisierung zum Besten. Absolut fantastisch *nick*.
Weiterhin gehören zum vollen Programm eine clevere Crimestory, mit Wendungen und natürlich die tiefgründigen, echten Emotionen, mit ihren bitter-süß tragischen Momenten.
Gut das pervertierte Diner-Finale war für mich etwas daneben....aber hey, es ist Gotham Central und nicht Criminal. Freaks und Bats sind hier um die Fans nicht zu enttäuschen eine Notwendigkeit.
Das Teil Gewann auch den Eisner für "Best Serialized Story" und das auch zurecht! Sage ICH, wo ich vorhergehenden beiden Story Arcs aus diesem HC nur jeweils "wirklich gut" und "deutlich-überdurchschnittlich" fand(traurig, aber beide Rucka Stories sind besser als die 3-Issue Brubaker Story, wenn man mich fragt).
Also die Story alleine veranlaßt mich dazu, auch HC2 im September zu bestellen.



URTEIL:
Gotham Central HC Vol.1
Story: Half A Life
-
9.8

#18

Hi Leute,

bin gerade nicht gut drauf, weil ... sagen wir mal, es ist etwas besetzt und ich muß warten und das nervt außerdem ist Infamous gerade abgestürzt, nachdem ich bei der dritt oder viert letzten Mission 3 von 4 Missionspunkten erfüllt hatte. *rrrraaarrgghhhh*

Ok, letztens gab es wieder neue Kost... Criminal: Lawless. Was Vol. 2 von Brubakers Criminal Saga entspricht.
Inhalt: Die Hauptfigur, ein KingdomCome-Americommando-verschnitt namens Tracy ist aus dem Militär raus und erfährt, dass ihm absichtlich verschwiegen wurde, dass sein Bruder, der in den gleichen Kreisen wie Leo(aus Vol.1 der Leo...der, den ich so total super und menschlich und eine großartige Figur fand) verkehrte, tod ist und nicht direkt an Altersschwäche gestorben ist, was RACHE bedeutet. Unser blonder Igelfrisur Grunt-Sarge infiltriert die ehemalige Gang seines Bruders und das auf die ganz harte, skrupellose Schiene.

Soviel zum Inhalt. Mein Problem: Tracy ist nicht menschlich wie Leo. Er ist kalt...ein Grunt eben. NaTÜRLICH versetzt Brubaker ihn mit einer gehörigen Portion Tiefe durch Ausflüge in seine Kindheit, den Hass auf seinen Vater, der ihn instrumentalisierte und schlug, die Tatsache, dass als sein Bruder ihn brauchte, er zum Militär ging und der ganzen auf Rick(den Bruder eben) einstürzenden Kriminalwelt den Rücken kehrte und er deshalb diese Wahnsinns Schuld auf ihm lastet. ABER...(dickes aber)...es mag zwar alles Glaubhaft sein...aber irgendwie fehlt das Herausbrechen dieser ganzen Emotionen, die ja immerhin der einzige GRUND für die ganze Infiltrations-Rache-Aktion von Tracy sind. Es gibt keine Wolverine-Berserker Szene, keine Mönch-ausheul-szene, keine mit-sich-selbst-zufrieden-ins-reine-komme Szene, keine tragische Selbstaufopferung, keine Einsicht......einfach nur die kalte Durchführung eines vom Militär perfekt-effizent geschulten Americommando.

Versteht mich jetzt nicht FALSCH. Lawless hat eine wirklich gute und auch clevere Story, Philips Art ist genial wie immer(wenn auch diesmal sehr finster und nächtlich)...aber die Haupfigur Tracy ist...das is' halt keiner für MICH, wißt ihr?!??




URTEIL:
Criminal: Lawless
-
8.0