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Freitag, 31. Juli 2009

Cable: Messiah War

Messiah WAR ?!??

Ok, Cable war schon immer so eine Art One-Man-Army, aber mal ehrlich, der Titel, wie ÜBERHAUPT das ganze Cable-Book hier ist für mich nur Geldmacherei.
Mit dem Titel Cable: Messiah War versucht Marvel den Fans zu sagen: "Hey X-Universe Fans, ihr habt die 'Cable & Deadpool'-Hefte geliebt. Hier ist Cable in seinem brandneuem eigenen Heft und spielt eine MEGA wichtige Rolle im KRIEG um das erste neugeborene Mutantenbaby, das DÜRFT ihr nicht verpassen"............ Phhhhhhhh! Von wegen!
Das HC sammelt die ersten 6 Issues, der erste Issue davon hat in etwa soviel Text wie in Claremont oder Moore auf 3-4 Seiten verballert hätten. Cable's touch an Überlegenheits-Humor ist gelöscht und wurde gegen einen MINI-Touch Humor, den ich jetzt mal den Gears Of War Humor nenne, getauscht. Überhaupt ist Cable eher ein Marcus Phoenix(Die Hauptfigur aus dem Mega Xbox360-Franchise Gears Of War). Ich mochte Cable immer total, weil er für mich so eine Art Captain America des Mutantentums war, aber wenn wir ehrlich sind, hatte der Cable-Charakter nie viel wirklich EIGENEN Charakter und war stereotypisch je nachdem, wer die Story gehandled hat. Trotzdem war Cable schon immer einer meiner Lieblings X-Universe Charaktere und wenn man die X-Men Animated Series von 1992 mitzählt ist das dann schon eine SEHR lange Weile!
Nun gut, wie gesagt, wenig Text ein-, höchstens zweidimensionaler Charakter, der von einem total außer Rolle(ok, es wird natürlich in Messiah Complex "begründet", aber na ja) agierendem Bishop quer durch die Zukunft gejagt wird. Bishop glaubt aus der Zukunft, aus der er selbst stammt, zu wissen, dass das Messiah-Baby die Versklavung der Mutanten verursacht und "eine Million" Menschen/Mutanten das Leben kosten wird. Deshalb darf es seiner Ansicht nach nicht leben. Cable, der das Baby in einer Mischung aus Kanguroo-Beutel und Brust-halfter um seine Grunt-Muskel Brust trägt, glaubt das genaue Gegenteil, dass das Baby die Mutanten retten wird und ist bereit es mit seinem Leben zu verteidigen.
Das ganze soll wohl ein Lone Wolf & Cub feel ohne das Ronin-japan-samurai Element vermitteln, was Blödsinn ist, denn gerade diese kühle Überlegenheit, der Ex-Samurai-stolz und Japan als Kulisse sind es, die Lone Wolf & Cub erfolgreich machen. All das hat Cable nicht...und auch sonst hat er nichts großartiges, um sich gegen meine Kritik zu verteidigen. Die ganze Story ist vollkommen irrelevant für das X-Franchise. Ihr denkt bestimmt, dass nach und nach etwas über das Baby verraten wird, aber wie ich aus zuverlässig Quellen weiß ist bis Issue 18 nichts weltbewegendes an Informationen über das Baby rübergekommen, außer dass es weiblich ist, rote locken bekommt und in einer Expliosions-szene in den Augen des Babys, die Reflektion eben jener Explosion UND ein Phoenix-Symbol zu sehen ist. Trotzdem glaube ich nicht, dass es sich um Jean handelt, vielleicht Rachel...aber glaubt mir, das wird Marvel nicht in Cable ausplaudern. Diese Conclusion werdet ihr in einem Sonderheft oder in Uncanny erleben. Ganz sicher.
Das einzige, was Cable hat ist das Gears Of War feeling, was für mich einfach zu stumpf ist, aber wer drauf steht, wird hier gut bedient. Olivetti's Art-Style macht sehr viel mit CGI. Genau genommen sind wohl ca. 80% des Heftes CGI und auch alles wirklich mit Hand gezeichnete, wurde bestimmt nicht mehr auf Papier sondern gleich direkt mit einem Zeichen-pad am PC gemacht. Ich steh da wirklich nicht allzu sehr drauf, man muß aber objektiv gestehen, dass Olivetti einen guten Job macht, es sieht wirklich gut aus und wirkt nicht generisch... seinen eigenen Stil hat Mr. Olivetti... nur halt keinen, der mir gefällt. Das ist aber wohl Geschmackssache. Genau so: Wenn ihr einfach auf Gears Of War, X-Men, Big Guys with their BFGs(sie Doom Video Game Abbreviations) und eine gewisse Future-Wasteland Atmosphäre mögt(letzteres mag ICH sogar), dann seid ihr bei Cable genau richtig und so ziemlich, der einzige Typ Comic-leser, dem ich Cable wärmstens empfehlen kann.
Alle die das Heft aufgreifen wollten, weil sie denken, dass darin relevante Messiah-Baby Sachen ablaufen, kann ich nur ganz stark von Cable abraten. Lest Uncanny und vielleicht noch Legacy. Alle anderen Hefte sind zu irrelevant, als dass darin Main-events abgehandelt werden würden und selbst wenn, dann würden sie nur in einem Trade rausgebracht werden, in dem sie gemischt mit Sonderheften oder anderen Serien wie Uncanny etc. abgehandelt werden(siehe Messiah Complex, siehe Manifest Destiny etc.).


URTEIL:
Cable: Messiah War
-
4.6

Mittwoch, 29. Juli 2009

X-Men: Divided We Stand

Divided I stand,
divided you stand,
divided he, she, it stands,
X-Men: Divided We Stand

In X-Men: Divided We stand sind die Sonderhefte mit entsprechend gleichem Titel #1 und #2 sowie weitere Mutant Files gesammelt.
Die Sonderhefte selbst bestehen aus diversen Ministories verschiedener Autoren und Künstler und handeln allesamt von den Auflösungserscheinungen unter der Mutantengemeinschaft, besonders den X-Men und ähnlichen Gruppen(New X-Men etc.) und wie sie einzelne Mutanten individuell betreffen. Anders gesagt: Die X-Men Divided We Stand sind für die Marvel-kontinuität VÖLLIG unbedeutend. Des weiteren sind die Hauptcharaktere der einzelnen Stories ebenfalls unbedeutende Nebendarsteller, wenn nicht sogar Statisten bis auf ein, zwei Ausnahmen. Was soll das ganze also? Geldmacherei! Und ich bin mal wieder drauf reingefallen. Tut ihr es am besten nicht und übergeht die Sonderhefte, lest einfach eure X-hefte wie gewohnt weiter, Devided We Stand ist kein Event, es ist ein übergang's arc, der gemeinsamkeiten in den Titel der jeweiligen X-Hefte ausnutzt, um VORZUTÄUSCHEN ein eigenes Event zu sein. Decimation(ihr wißt, der Übergang zwischen House of M und Civil War) war da vergleichsweise ein Mega-event. Aber egal.
Nichtsdestotrotz sind diese beiden Sonderhefte eine Schaubühne für einige Artists und Writer. Z.B. Santa Takeda, der in Wakanda-story eine art kiddie-freundlichere Version von Alex Ross's und Esad Ribic's Kunst zeichnet. Ich bin nicht begeistert, auch wenn ich sehe, dass sich einige Leute tatsächlich Mühe gegeben haben.
Nagut, also EIGENTLICH bin ich von der Art schon doch WIRKLICH(WIRKLICH kein scheiß!) sehr angetan. Vor allem auch das Spektrum...altmodisch, modern, soft, gritty...alles dabei. Also, Art würde einzeln für sich benotet schon recht gut dastehen, aber....ABER die Stories....langweilig, belanglos, teilweise dumm......eigentlich aber alle MÜLL. Drei Ausnahmen für mich: Andy Schmidt's und Duane Swierczynski's Stories haben ihre Volltreffer, aber sind SO kurz...von der Anlage her, denkt man, dass die Story die Länge einer Zeichentrickfolge hat und dann ist auf einmal Schluß und man hat kaum die länge eines Studentenkurzfilms erreicht.
Anders ist es mit der EINDEUTIG besten Story von Matt Fraction in der Nightcrawler sich Sculphunter als Opfer seiner Rache auserkoren hat und in body-projection-getarnter Gestalt sein sich als Road-Side-Diner-Koch zurückgezogen lebendes Opfer studiert und ihm an der Theke sitzend philosophisches über den Gott in Dingen und die Reproduzierbarkeit solcher Sachen erzählt. Sculphunter ist nur abgenervt von dem Gelaber des Fremden, dass er sich da anhören muß, aber Kurt bietet ihm eigentlich eine Parabel. Sculphunter ist selbst nur die x-te Kopie des original Sculphunters und Kurt hinterfragt, ob er noch eine Seele besitzt...und das war nichtmal das Ende der Story....ja, Fractions Story ist länger als die der übrigen Autoren und gleichzeitig auch in einer ganz eigenen Liga, was die Qualität der Story und Dialoge angeht.
Trotzdem! EINE gute Story von 8 und die Art ist auch nur in 6 der Stories überdurchschnittlich, in 2-3 vielleicht wirklich gut. Das REICHT nicht für ein 10€ TPB, sorry.
Ich rate jedem davon ab. Vielleicht könnt ihr's irgendwo leihen oder im Laden die Matt Fraction Story lesen, allzu lang ist sie ja nicht.


URTEIL:
X-Men: Divided We Stand
-
4.8