Sonntag, 28. Juni 2009

Green Lantern: Revenge of the Green Lanterns

Hi there!

Eigentlich hätte das Ding etwas längeres verdient, aber ich muß jetzt gleich Fußball gucken ;-\

Also... Green Lantern: Revenge of the Green Lanterns:
Inhalt:
Die drei Issues finden noch vor, bzw. während der Infinite Crisis statt und bestehen aus einem Zwei-Parter, der im Wesentlichen eine Hommage vor allem an die Alan Moore Story "For the Man, Who Has Everything" und auch an die legendären 70'er Green Arrow/Green Lantern Leftwing/Rightwing Buddy Roadtrips ist und einer Story in der Hal's Ansehen bei Batman ein Stück weit wiederhergestellt wird. Zur verrate Hommage-storyline verrate ich nur noch, dass Mongul an ganzes FELD dieser Pflanzen, aus der Alan Moore Story auf der Erde anpflanzt und dass man besagte Story in "DC Universe: The Stories of Alan Moore" wiederfinden kann. Sie wurde aber auch mehr oder weniger akkurat in einer Justice League Folge verfilmt, dessen Titel ich jetzt leider nicht weiß und auch keine Zeit habe ihn jetzt nachzuschlagen, aber ihr findet das schon, wenn ihr lange genug sucht, oder fragt mich in'er Mail...
Die restlichen vier in diesem Volume enthaltenen Stories spielen nach Infinite Crisis und sind echt der Hammer. Erst gibt es einen G.L. Fight mit ein paar Dutzend Rocket Reds und auch ein paar Mig-29, dann wird Green Lantern aufgefunden, von dem Hal glaubte, ihn in der Emerald Dawn Storyline getötet zu haben. Er wird zu den Guardians of the Galaxy gebracht und kann noch gerettet werden. Und während Hal sich bei den neuen Green Lantern Rekruten unbeliebt macht, wacht besagter, totgeglaubter Green Lantern aus dem Koma auf und ist gewillt Hal Jordan zu töten, da er wohl in der Annahme ist, es sei immer noch 1993 und Hal noch Parallax, bzw. von diesem besessen.
Es kommt raus, dass er all die Jahre komatös auf der Manhunter Homeworld in Sekter 3601(ihr wißt, 1 G.L. pro Sektor und es gibt 3600 Sektoren) gefangen gehalten wurde. Hal macht sich unerlaubter Weise mit Guy Gardner auf den Weg dorthin, weil sein Gewissen in plagt und er sich sicher sein muß, ob es dort nicht weitere, noch lebende Green Lanterns gibt, von denen er dachte, diese in seinem Emerald Dawn Macht- und Rache-rausch getötet zu haben.

Erste drei Storys sind mehr oder minder fill-ins und na ja...nicht schlecht, aber auch keiner großen Rede wert. Der Rest.............................Non-stop Action, gute Story, mit sogar etwas Characterentwicklung, erste Schritte richtung Sinestro Corps War und ein überraschender "Man" behind the curtain. Eine art Actiontrip der aller erste Sahne-sorte!

URTEIL:
Green Lantern: Revenge of the Green Lanterns
-
8.8

[wäre etwas höher, wären da nicht die ersten drei pre-infinite-crisis stories]

Persönlicher Eintrag #1

Hi Leute,

Die Titel der Blogeinträge als Nummerierung hört jetzt AUF!
Da das meiste sowies Reviews mit vielleicht ein paar persönlichen Randnotizen sind, werden die Blogeinträge ab jetzt entweder wie das rezensierte Comic heißen, oder durchnummerierte Einträge mit "Persönlicher Eintrag" als Anhängsel sein...evtl. noch ein selbst ausgedachter passender Titel unter dem der persönliche Eintrag läuft.

Ich hab' am Freitag meine erste Daimler-Bremen nach meiner Rückkehr von Airbus Buxtehude hinter mich gebracht. Mann, wurde ich da in der SLK Bandmontage geF!©Σ┼ ....
Alter...ich war da bei der Kofferraumstation, wo Tankrückwand und auch deren Verkleidung eingebaut wird, Kabelverbindungen gesteckt werden, etc.
Nicht 7 Stunden wie bei Airbus, sondern 8. Pausenzeiten anders als bei Airbus auf die Minute genau getimed und der Takt momentan der Maximale...dafür gibt's dann im Oktober und Dezember mehrwöchige Werksschließungen für die jetzt Stunden gesammelt werden dürfen. Das ganze ist noch komplizierter aber so ganz steigt da keiner so richtig durch, glaube ich.
Jedenfalls schaffe ich den Takt nicht, was aber scheinbar noch halbwegs normal ist am Anfang. Total schlecht scheine ich wohl aber nicht zu sein, da ich schon'n eigenen Stempel bekommen habe. Trotzdem schwitze ich da 8 Stunden Blut und Wasser und habe Muskelkater in den Vorderarmen vom Schrauber halten und TOTALEN in den - kein scheiß - in den WADEN! Weil in der Station vor meiner, arbeite ich schon mit am Wagen, damit ich irgendwie noch HALBWEGS mit dem Takt mitkomme, oft sind an der Station vor mir aber Typen am Arbeiten die so groß sind, dass sie das Gehänge(also das worauf die Karosse steht und sich langsam über dem Boden schwebend auf dem "Band" nach vorne bewegt) zwecks bequemen Arbeitens so hoch fahren, dass ICH da kaum noch ankomme...höchstens noch auf Zehenspitzen eben...
Abgefµkct, abgefµkct, sage ich euch. Aber ich komme dann nach einer Weile in so einen masochistischen Zustand wie bei der Bundeswehr, wo ich einfach auf diese Scheiße stehe und mich auch daran erfreue, was ich doch für magerer, aber ZÄHER, kleiner Drecksack ich doch bin. Außerdem ist es einfach ein GEILES Gefühl, wenn man TOTAL GEF@&%"! von der Arbeit nach Hause kommt, man von Arbeit und sommerlicher Autofahrt total aufgeheitzt, wenn nicht sogar verschwitzt ist und man dann erstmal SCHOCK-KALT duschen geht und sich dann mit noch nassem, freien Oberkörper auf der Terasse in die Sonne setzt und sich einen EXtra starken Kaffee reinzieht.......wenn man NOCH mehr Glück hat, hat man gerade ein paar neue Comics zugesandt bekommen und kann die dabei auspacken und begutachten ;-)

Aber jetzt ist gleich Confed-Cup Finale...Brasilien gegen USA. Bis dann also!

Montag, 22. Juni 2009

#25

Hi Leute,

mir ist gerade Tiramisu schlecht und ich bin saumüde, heute war mein erster Arbeitstag bei Daimler in Bremen, nachdem ich drei Jahre bei Airbus Buxtehude war und obwohl ich bis jetzt eigentlich nur zugesehen habe, bin ich'n bißchen kaputt. Könnte an dem nicht mehr sieben sondern acht Stunden Arbeitstag liegen, oder daran, dass ich vorher immer so lange wach war und diesmal so früh aufstehen mußte(halb fünf morgens)...aber egal. War eigentlich ganz ok soweit(ich baue übrigens SLK, falls ihr's wissen wollt.


Reviews? Ja, gibt's auch... ;-) Trotz Müdigkeit jetzt zum Review von
Crisis Aftermath: Battle for Blüdhaven:
Jimmy Palmiotti ist'n netter Künstler...ein guter Schreiber?!? Bis jetzt eher nicht...Dieses TPB hat WIRKLICH meine Intelligenz beleidigt. Allein das Gerüst des Plottes! Nach dem Chemo-Drop(ihr wißt, die Society hat in Infinite Crisis den Meta, der auch "Chemo"genannt wird, aus'nem Flugzeug über Blüdhaven abgeworfen, was zu'ner Mega Explosion geführt hat)...genauer: EIN JAHR nach dem Chemo-Drop(!) zelten immer noch Leute, die in ihre Häuser wollen an der militärisch bewachten Stadtmauer, die die Regierung um Blüdhaven gezogen hat und sind aufmüpfig, weil sie nicht in die Stadt gelassen werden. EIN JAHR?!??? Wie unrealistisch ist DAS denn...in den US of A wohlgemertkt. Da wäre die Presse der Regierung schon SO auf's Dach gestiegen...aber das ist nicht alles! Die Regierung begründet diese Aussperrung mit einer radioaktiven Verseuchung der Stadt! 1. Das würde ewig dauern, bis die abgebaut wäre, also dürften die Bewohner da NIE wieder hin und würden das wohl nach'nem Jahr langsam begriffen haben. 2. Chemo?!?? Der Junge war nicht radioaktiv..nur chemisch total verseucht, aber darauf kommen die Autoren Justin Gray und Jimmy Palmiotti auch in Issue 3 von 6. Ich glaube die Presse wäre in der realität etwas früher drauf gekommen, was der Regierung wohl MEGA Druck gemacht hätte......wie gesagt Intelligenzbeleidigend(Nebenbei wird etwas, das von Weitem wie ein Apache Helikopter aussieht von den Teen Titans als Blackhawk bezeichnet und als das Ding dann von Nahem gezeigt wird ist es'ne Kreuzung aus'nem Comanche und'nem russischen Havok....egal, gut recherchiert, Jungs!).

Also der Plot geht ungefähr so:
Neue Typen mit Fähigkeiten aus der Katastrophe hervorgegangen. Father Time hat den Regierungsauftrag, das ganze geheime Projekt mal etwas zu beschleunigen und sich um die nervigen Proteste zu kümmern und tut dies mit einer neuen Force of July, die sich jetzt Freedom Ring nennt, unter anderem mit einer neuen, arroganten, sexy Phantom Lady, einer neuen Human Bomb und ein psycho Major Force ist der anführer der Einsatztruppe. DE-eskalieren wollen das ganze die Teen Titans und in der Stadt gibt es noch folge Fraktionen:
1. Black Baron: So'ne Art verrückte möchtegern Jesus, der aber eine dunkle Anarchie mit ihm selbst als Führer verbreiten will
2. Die Nuclear Legion: Eine Einsatztruppe der von Luthor gegründeten Society, die diese Nuklear-quelle mal ergründen soll.
3. Eine neue Version der Atomic Knights

Klingt interessant, ist aber totaler Bull$µ!+ !!!
Lediglich die Art geht noch als ganz passebel durch. Die Cover sind sogar sehr gelungen(Daniel Acuna!) Auch das Outcome der Story ist nicht irrelevant. Gastauftritte, die ich noch verschwiegen habe, sind auch gut und recht prominent.
Trotzdem !!...haarstreubende Dialoge, null Charakterentwicklung und die Actionszenen sind auch alles alles andere als gute Choreographien!


URTEIL:
Crisis Aftermath: Battle for Blüdhaven
-
2.8




Das war bis jetzt echt das SCHLECHTESTE Comic, für das ich jeeemals Geld bezahlt habe!

Laßt die Finger von Battle for Blüdhaven, wenn es euch nicht NUR um das Outcome geht und ihr totale DCU Fans seit.

[Vorsicht spoiler: Captain Atom wird wiederbelebt, die Atomic Knights, sowie die neuen Freedom Fighters kriegen hier ihren neuen Background und Blüdhaven wird total und endgültig platt gemacht]

Sonntag, 21. Juni 2009

#24

Back On,

Mr. Rucka und das Superhero Spy-Genre waren diesmal dran in meinem ersten Checkmate Leseerlebnis(es sei denn, man zählt das OMAC Project dazu): Checkmate: A Kings Game.

Greg Rucka gilt zurecht als der beste bzw. zumindest dafür berühmteste Spy-Genre Mainstream Comic Writer, primär wegen seiner s/w Queen & Country Comic Series, aber auch allgemein ist er derjenige von großen Autoren der "großen Zwei", der als weniger abgedreht und actionsüchtig gilt, sich dafür aber mit politischen Intrigen gut auskennt.
Checkmate, falls ihr es noch nicht wußtest, war eine geheimdienstartige US Institution, die in der Schweiz stationiert war und sich mit in ungnade gefallenen Meta-Humans auseinandersetzen mußte. Während Omac Project hat sich Checkmate aber "aufgelöst - nennen wir es mal so. Jedoch nur um dann ohne dicke Hintergrundinfos in 52 zu einer internationalen Meta-Bekämpfungstruppe zu werden, die der UN unterstellt ist.
Die intrigante Amanda Waller wurde dabei auf Dauer auf der weißen Seite von Checkmates Schachbrett Hierarche festgesetzt, was bedeutet, dass sie keine Operativen Verantwortlichkeiten erhält. Neben Amanda Waller sehen wir auf Seiten Checkmates außerdem Alan Scott alias der alte Green Lentern von ...keine Ahnung, wie seine herkunftsgeschichte verändert wurde, jedenfalls der, der früher Earth II Justice Society war, nichts mit den Guardians of the Galaxy zu tun hat und nichts gegen die Farbe Gelb, dafür aber 'was gegen Holz hat, oder besser: Sein Ring. Ok, das haben wir auch geklärt.
Also...Amanda Waller, Alan Scott, Mr. Terrific, Sascha Bordeaux, Fire, Jessica Midnight, Count Vertigo und King Faraday und den Rest kennt ihr wahrscheinlich sowieso nicht(zumindest ICH kannte sie vorher nicht, bzw. vielleicht ist mir gerade auch einer gerade nicht eingefallen).
Checkmate hat bei der UN jedenfalls Probleme mit der endgültigen Mandatsvergabe, weil ein ständiges Mitglied, nämlich China, sie vetoed. Was macht man da...infiltration etc......klingt langweilig, ist es aber nicht, ich möchte nur nicht mehr verraten. Nach der ersten 4-Part Story gibt's eine Single-Issue Story mit'ner Rekrutierungsprozedur, die ganz amüsant ist und nebenbei einen emotionalen rand-plot zwischen Alan Scott, Mr. Terrific und Sascha Bordeaux weitertreibt. Die auch noch in diesem TPB enthaltenen Issues 6 & 7 haben dann etwas mit einem jungen, unbekannten Meta zu tun, der als lebendes Kraftwerk von einer Regierung misbraucht wird, was das Interesse von Amanda Waller, der neuen Suicide Squad und somit auch von der Society(die böse Truppe, die vor Infinite Crisis von Lex Luthor[Jr.] gegründet wurde).

Also...Jesus Saiz Art ist absolut nichts herausragendes, aber sie ist gut, gut weil sie für mich drei Dinge hinkriegt: a) Sie ist nicht SO GENIAL, dass man entgegen Ruckas sprachlich beabsichtigtem Pacing Jahre lang staunend auf ein Panel starrt und die ganze Story dadurch trotz Sicherheitsratsitzungen etc. flüssig rüberkommt, b) sie ist für eine Spy Story nicht dunkel genug und c) sie ist für eine Superhero Story nicht bunt genug. b) und c) sind also gut, WEIL das hier keine reine Spy-Story und keine reine Superhero Story ist und außerdem ist das DCU generell ja etwas bunter.

Auch wenn das bis jetzt alles nur ein einziges, großes Lob war, so muß ich sagen: So gut ist es echt auch wieder nicht.... Gibt es einen Höhepunkt an den ich mich noch lange erinnern werde?!? *nachdenk*...*wirklich genau überleg*....nee...keine übermäßig geniale Szene, keine krasse Wendung, kein unvergäßliches Panel. Das beste an der Story ist einfach das Amanda Waller wieder so ein intriganter Pol ist, der einfach zu allem Fähig ist, so eine richtige Bitch, die im Hintergrund die Fäden zieht, wo die good guys es nicht immer merken...zum Glück für den Plot.
MEIN Problem mit ihr ist gar nicht einmal, dass ich sie nicht mag...man soll sie wohl auch gar nicht mögen(im Gegensatz zu anderen Supervillains, wie Two-Face, Black Adam oder sogar Death-Stroke)...aber!...Mein Problem mit ihr...was WILL sie eigentlich? Wieso macht sie die Dinge die sie tut? Will sie nur Macht?!??? Ist das echt alles?!??? Also MIR würde das an ihrer Stelle einfach nicht reichen! Wenn ich Chef des krassesten Covert-Ops Geheimdienstes wäre, wäre ich zwar defacto "mächtig", aber verglichen mit dem, was ein Alan Scott mit seinem Ring machen kann, wäre meine Macht dann immer noch sehr unzufriedenstellend. Wie gesagt, was WILL die Frau eigentlich wirklich?!
Mein Prognose für Checkmate sieht jedenfalls positiv aus, Rucka hat mit Checkmate noch 'was vor, das spüre ich...und es ist schon relativ nahe...(nein, ich hab' kein weiteres Hintergrundwissen, echt jetzt NUR mein Gefühl). Und er SOLLTE auch 'was vorhaben, weil sonst würde ich das nächste TPB nicht mehr kaufen. A King's Game war GUT, aber nichts, was mich von den Socken haut. Und GUT ist eigentlich auch nur, weil es so richtig Superhero-geheimdienst Bücher nicht so wirklich gibt...gäbe es viele davon, wäre diese Story wohl nur knapp überdurchschnittlich gewesen, wenn überhaupt. Die Gattung hätte jedenfalls echt noch potential...gerade bei Marvel...aber Secret Warriors ist ja auf dem Weg, vielleicht ist DAS ja genau das Richtige.


URTEIL:
Checkmate: A King's Game
-
7.5

Freitag, 19. Juni 2009

#23

Epos,

Die beste Beschreibung für Silver Surfer: Reqiuem ist einfach EPOS!

In vier Akten bringt uns J. M. Straczynski das Heldenlied der letzten Tage des Norrin Radd, dem Silver Surfer nahe.
Reed Richards alias Mr. Fantastic muß sich angesichts der degenerativen "Krankheit" des Surfers geschlagen geben, da sie seinen Wissensstand und sogar sein Auffassungsvermögen bei weitem überschreitet und so wird er zum Überbringer schlechter Nachrichten, die dem Surfer nur noch kurze Zeit unter den Lebenden prognostizieren. Radd möchte in seinen letzten Tagen sich noch ein letztes Mal seine wirkliche und seine adoptive Heimat vergegenwärtigen und sich mit Geschenken von beiden verabschieden. Auf dieser seiner letzten Odyssee greift er einem Spider-man unter die Arme und beredet mit diesem Wege, die Menschheit zu bessern, er trifft auf zwei Parteien Außerirdischer, die seit Generationen in einem heiligen Krieg gefangen sind und tausende Pilger, die ihn an seinem Totenbett auf seinem Heimatplaneten Zenn-La die letzte Ehre erweisen wollen...ein ungebetener Gast erscheint dort ebenso.

Diese Geschichte trifft wirklich den KERN des Silver Surfer Charakters.
Sie ist eine philosophische, pazifistische Space Odyssey, unterlegt mit einer allgemein gegenwärtigen Melancholie(ok, bis auf Spider-man's Wise-cracking, aber auch das nailed Straczynski sehr authentisch mit seiner langen Erfahrung als Spider-man Author, ebenso wie das Space-theme, durch seine Babylon 5 Erfahrung).
Ihr philosophisch, melancholische Element wird perfekt untermalt von den geMÄLDEN muß man es schon nennen, des Künstlers Esad Ribic. Eigentlich trifft "untermalt" es nur zur hälfte... geMALEN ist die Geschichte, aber nicht UNTERmalt, denn diese Geschichte würde sich nicht 50% so philsophisch anfühlen, wären da eben nicht besagte Gemälde von Esad Ribic, bei dem jedes Panel, egal ob es für die Story weit weniger belang hat als andere Panels, wirklich JEDES Panel ein liebevoll gestaltes Gemälde ist. Ihr könnt euch die Art hier so vorstellen, wie wenn ein Team bestehend aus Alex Ross und Tommy Lee Edwards ihr Stile perfekt harmonisch zusammenmixen würde, um beispielsweise die Szenen in der Stadt in den Wolken aus Star Wars V malen zu wollen(ja, ich weiß, das sie Bespin heißt, aber andere Leser vielleicht nicht!).
Also noch mal klar für ALLE: Wenn ihr nicht gerade auf etwas Brisantes bock habt. Dann macht ihr mit Silver Surfer Reqiuem sicher nichts falsch. Ich halte es eindeutig für einen zukünftigen Klassiker!


URTEIL:
Silver Surfer: Reqiuem
-
9.3

Mittwoch, 17. Juni 2009

#22

All-Star Superman Vol1,

Wißt ihr, ich mochte es, aber meine Erwartungen waren wohl aufgrund der ganzen über-super-super Bewertungen etwas übertrieben und damit bin ich halt etwas auf die fresse geflogen.
Außerdem ist die Länge für mich da so eine Sache...Es sind Single-Issue Stories die über 1-2 grobe Handlungsstränge miteinander verknüpft sind, was das Reviewen vom ganzen ersten Vol1 eigentlich unmöglich bzw. schon unfair an sich macht.

Deshalb werde ich mal eine grobe Umschreibung geben und zwar mit einem Essensvergleich. Ich habe Morrisons Animal Man einst einen Tofu-burger genannt, clever zusammengestellt(mit auch einigen genialen, aber gewöhnungsbedürften Gewürzen), liebevoll zubereitet, aber mit einem etwas kälterem flair als ein ein beispielsweise ein richtiger Westernburger.
Straczynskis Spider-man(oder generell die meisten Spider-man) wäre eine richtig riesige, labrige New-York Style Pizza, bei der man die giga-langen Pizza-slices an den Randecken beim Essen soweit zusammendrückt, das man beinahe einen Calzone-Doppeldecker aus dem Slice macht....und mit richtig stretchigem, aber ober leckerem Käse drauf. Ziemlich unkultiviert, aber dennoch irgendwie traditionell, derbe lecker und halt spaßig zu essen.
Ok, All-Star Superman wäre dann....*trommelwirbel*...ein Giant Chocolate Chip Cookie(vielleicht, komme ich nur darauf, weil ich in letzter Zeit soviele davon bei McDonalds und Starbucks kaufe, aber egal).
Ein Giant Choc-Chip Cookie mit einem Glas Milch...und wenn man dann genauer hinsieht, sieht man, wie perfekt er aufgegangen ist und was für eine schöne Textur sich an der Oberfläche ergeben hat und mit welcher Rafinesse die Choc Chips verteilt sind(Frank Quitely)...nicht nur in Sachen des Ortes sondern auch der unterschiedlichen Größen...nicht einfach gleichmäßig, sondern absichtlich mit einigen chunk-hot-spots und anderen fast-nur-teig Flächen...
Nach dem ersten Biss muss man direkt danach schon den nächsten folgen lassen...Der Cookie ist noch etwas weich - nicht cross - und erinnert euch an den besten Choc-Chip Cookie, den ihr je hattet. Ihr ward damals 5 Jahre alt und eure Mum gab ihn euch direkt nach dem Abkühlen vom Ofenblech, bevor ihr mit euren Kumpels nach draußen in die Sonne zum Spielen gerannt seid.......nach dem vierten Biss merkt ihr, dass er nur so gut ist, weil da noch Gewürze drinne sind...es sind wohl nur ganz feine Geschmacks-rand-noten, ein Kind würde sie nicht rausschmecken können, aber ein grandioser Meisterkoch muß sich die verführerische, Geschmacks- lediglich unterstützende Kombination ausgedacht haben.
Problem dabei - zumindest MEINES dabei - ist: Ihr blickt nicht durch, was es für Gewürze genau sind und während ihr darüber nachdenkt ist der Keks auch schon aufgegessen. Ihr könnt stolz sein, dass euer Gaumen den Intellekt hat, die feinen rand-aromen herauszuschmecken, aber hättet ihr darüber nicht nachgedacht, hättet ihr den Keks vielleicht länger wie damals als 5jähriger genossen.


URTEIL:
All-Star Superman Vol. 1
-
9.4

Sonntag, 14. Juni 2009

#21

Uhm...HellOO?!??

"No similarity between any of the names, characters, persons and/or institutions appearing in this magazine with those of any living or dead person or institution is intended, and that any such similarity which may exist is purely coincidental."

And I say: BULL !
In jedem Fantastic Four Heft, das ihr je in der Hand hattet, steht diese Lüge drinne...und Marvel WEISS das! Bewiesen in Fantastic Four: Unstable Molecules, was ich mir letzte Nacht gegeben habe.

Ehrlich gesagt, wußte ich gar nichts über die Story, als ich es damals bestellt habe. Ich hatte nur gesehen: Limited Series, Eisner Award Best Serialized Story, Fantastic Four, Vintage Art Comic Style....checked & bought!

Da ich das Teil aber gleichzeitig mit noch einigen anderen genialen Books bekommen habe, waren mir die zu dem Zeitpunkt irgendwie wichtiger und so hab' ich das Teil jetzt seit einem 3/4 Jahr im Bücherregal stehen und irgendwie nie Lust gehabt, es zu lesen; dachte es würde sich um'ne Art Pre-Power Fantastic Four Origin Story handeln. Aber gestern hatte ich zusammen mit selbstgebackenem Marble Cheesecake Bars und'ner Tasse warmer Milch mit Vanillezucker irgendwie Bock auf diesen Vintage Style.
Wie sich dann herausstellte, geht es tatsächlich um einen Reed Richards, seine Freundin Sue, ihren 11 Jahre Jüngeren Bruder Johnny und einen boxenden Benjamin, der sich früher ein Zimmer mit Reed auf dem Collage teilte. Alles paßt...Reed ist dabei ein bedeutender Wissenschaftler zu werden, Johnny ist ein Teenager Rebell, bla bla.......hab' ich schon erwähnt, dass Sue mit Nachnamen Sturm und nicht Storm heißt?! Dass ein gewisser Victor Von Dunne eine Klage gegen Prof. Richards laufen hat und dass zum Ende hin eine Nachbarin von Sue ihren Ehemann Roy und seine Arbeitskollegen Stan, Jack, Art und Harvey zu einer Party mitbringt?

Unstable Molecules ist eine Characterstudie der inoffiziellen Vorlagen für die Fantastic Four in den prüden 50'er Jahren, die nicht zu 100% genau ist...auch weil sie es nicht KANN, da nicht viel über die Originale bekannt ist.
Zur Story gibt es eigentlich nur zu sagen, dass Reed der aufstrebende, unterkühlte Wissenschaftler ist, der seiner Freundin(unverheiratet, damals schon schändlich in Reeds und Sues Alter) wenig Liebe entgegenbringt. Sue, in ihrer Hausfrauen- und notgedrungenen Mutterrolle für Johnny in einem Vorstadt-kaff gefangen, fängt an in Depressionen zu verfallen, Johnny rebelliert, seinem korpulenten Geek-freund da mitreinziehend gegen die Welt und lernt Beatnicks kennen und Benjamin kann nie lange mit der gleichen Frau zusammen sein.

Ja, wenn euch das jetzt keinen Apetit(Eisner! Denkt dran!) gemacht hat, dann kann ich euch auch nicht helfen. Die Art ist übrigens unspektakulär selbst für diesen relativ 50'er originalgetreuen Vintage Stil, deshalb aber nur um so passender zur Story.


URTEIL:
Fantastic Four: Unstable Molecules
-
9.2