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Samstag, 1. August 2009

Uncanny X-Men: Divided We Stand

Uncanny X-Men is back!

Und damit meine ich, dass Marvel's Entscheidung die Series "X-Men" nach Messiah Complex mit Issue #207 zum weniger prestige-trächtigen Titel "X-Men: Legacy" zu machen(angeblich aber nur für eine bestimmte Zeit), während gleichzeitig ihr damals bester Writer(das sage jetzt nicht nur ich, sondern auch die Eisner's als Best Writer und andere Kritiker) abkommandiert wurde, Uncanny X-Men zu übernehmen und ihm einen ihrer aller besten Artists, Mike Choi, zur Seite zu stellen. Funktioniert das aber auch?!

Fangen wir unser Uncanny X-Men: Divided We Stand Review mal mit der Art an:

Alles klar?! Kinnlade wieder oben?


Also: Art ist...ich formuliere es mal der Story nach passend:

*stoned* "BeaUUtiful, MAN!"

Ist die Story denn auch so gut? Alle Kritiker sind darüber hergezogen, dass Brubaker diese Team-story nicht gut hinkriegt und nicht an seinen sonstigen Standard herankommt.
Ich sage: Bu....... nein, sie haben recht. Es STIMMT!
Was nützt es aber, hohe Erwartungen hin oder her, ein X-Men Brubaker auf 70% seiner Leistung ist trotzdem noch 120% eines X-Men Peter Milligan, wenn man mich fragt!
Und genau so sehe ich die Divided We Stand Uncanny-Storyline. Sie ist kein Action-Spy-Genre Captain America, aber sie ist gut. Ich habe auch versucht darauf zu achten, ob die Charaktere sich natürlich oder eher untypisch verhalten.
Ich konnte absolut keine disharmonischen Charakter-elemente feststellen. Sprache, Verhalten, alles paßt, zu JEDEM. Und JEDER deckt, wie es sich für Uncanny gehört so ziemlich alle X-Men Major Player ab, die man sich nur wünschen kann... Tote, oder bisweilen totgeglaubte natürlich ausgenommen. Trotzdem, sogar Angel ist dabei!

Dann also mal eine kleine Inhaltsangabe:
Issue #495:
Scott(aka Cyclops) und Emma(Emma Frost) versuchen sich mit einer kleinen Savage Land Vacation zu resetten um dann neue Aufgaben angehen zu können.
Restliche 4 Issues:
Wolverine, Colossus und Nightcrawler besuchen Kurt's Heimatort in Deutschland, anschließend geht's mit dem Zug zu Piotr's Heimatort in Russland. Nach 1-2 Bar Fights bekommen sie es dort mit Russlands früherer Superheldenbehörde zu tun, die gerne ergründen würde, wieso ihre Mutanten alle ihre Kräfte verloren haben, die X-Men ihre aber behalten haben...einen typisch russischen Feind der X-Men treffen sie dort ebenfalls[einziger Negativpunkt bei Chois Art: Diese Fight-scene fand ich etwas ungelungen, könnte auch am Writing liegen...].
Scott und Emma bilden währenddessen die letzten beiden in den USA befindlichen X-Men, die nicht, wie ebenfalls ein ganzer Stadtteil von San Francisco, einer Telepathin zum Opfer gefallen sind und zu Hippies transformiert wurden.
Ok, Brubakers Humor mit der Introduction von "Warpath, Hippie Name: Running Sun, Hepzibah, Hippie Name: Lady Kitten" ist nicht gerade zu Brüllen, aber das macht Mike Choi mit seinen absolut genialen, leicht ins witzige überspitzten Hippie-Kostümen wieder wett(Cover Beispiel).
Brubaker ist ja nun bekanntlich mein Lieblings-Marvel-writer und er macht hier einen mehr als soliden Job. Trotzdem...was dieses TPB wirklich heraushebt ist Mike Chois Art. In dem Sinne freue ich mich echt schon auf die kommenden Issues, in denen Matt Fraction das Writing übernimmt und Mike Choi der Artist bleibt.


URTEIL:
Uncanny X-Men: Divided We Stand
-
7.9


Freitag, 31. Juli 2009

Wolverine: Get Mystique

Wißt ihr, wieso ich Wolverine nicht lese?

Weil ich angst habe, dass ich dann wegen der globalen Series umgebenden Wolverine-storyline gleich alles lesen muß und ich am ende noch gezwungen werde, auch noch Wolverine Origins zu lesen(die Series, nicht die Limited Series, die hatten wir hier ja schon diskutiert). Und so wie ich die Meta-Critic Scores verfolge, sind da auch DERBE ausrutscher in beiden Series, besonders in Origins, dabei, die nicht lesenswert und ganz sicher nicht kaufenswert sind.

Warum habe ich also Wolverine: Get Mystique gekauft?
Weil es TOP Scores bei IGN hatte, nicht teuer war, zur gerade gelesenen Devided We Stand Storyline gehört(oder zumindest in diesem Timeframe stattfindet) und weil ich mal BOCK auf Wolverine habe....außerdem...Old Man Logan soll ja ein absoluter Must Have sein und Get Mystique ist ja beinahe direkt vorher, würde also ein tadelloser Übergang sein.

"Ok....aber jetzt wo du's gelesen hast, was it ANY good?"
"Hell it WAS"
Wolverine wird von Scott losgeschickt, Mystique platt zu machen, weil sie Rogue auf dem gewissen hat und sämtlich X-Men einmal zuviel betrogen hat(irgendwie out-of-character Blödsinn, aber irgendwie mußte Jason Aaron die Story wohl starten).
Im Hintergrund wird eine 20'er Jahre Gangster-story erzählt, in der Logan und Mystique sich relativ nahe waren. Im Hauptplott wird Mystique jedoch einfach gejagt...erst durch Afghanistan, dann in Irak, was dem ganzen einen atmosphärischen Western touch verleiht, der einfach fett an Wolvie und insbesondere auch an Mystique aussieht.
Mystique legt einige intrigrante, clevere und vor allem coole Fallen für Logan und LÄSST sich quasi beschützen. Aber wie ihr euch denken könnt, kann das unseren Mr. Best-there-is-at-what-he-does nicht stoppen und so greift auch er zu einen cleveren, aber auch SCHMERZhaften Problemlösungen.
Ich dachte mir gleich nach den ersten 10 Seiten...verdammt...wenn das echt wäre, wie sollte das Enden, außer mit Mystiques Tod, denn aufgeben würde Wolverine sicher nicht.
Und wie endet es nun? Genial und wie es ein besseres Ende nicht geben könnte...erinnerte mich an einen Clint-Eastwood Western, der nicht allzu unberühmt ist... ist aber keineswegs abgeguckt(ist schon echt anders, versprochen, hab' nichts verraten).

Die Art...na ja...nichts besonderes, aber macht einen guten in rage screaming Wolverine im wilden Westen daher...ich fand die Art...ich will nicht sagen "passend" oder "angebracht", weil sie deutlich mehr als das war....trotzdem ist sie nicht sonderlich outstanding...vielleicht wißt ihr, was ich meine.

Vielleicht sollte ich nochmal Scalped von Jason Aaron aufpicken...aber mein Geldbeutel wird dünner also wohl erstmal doch nicht...vielleicht wenn ich mich nach Sleeper Season 1 entscheide, Season 2 nicht mehr zu kaufen...



URTEIL:
Wolverine: Get Mystique
-
8.7

Mittwoch, 29. Juli 2009

X-Men: Divided We Stand

Divided I stand,
divided you stand,
divided he, she, it stands,
X-Men: Divided We Stand

In X-Men: Divided We stand sind die Sonderhefte mit entsprechend gleichem Titel #1 und #2 sowie weitere Mutant Files gesammelt.
Die Sonderhefte selbst bestehen aus diversen Ministories verschiedener Autoren und Künstler und handeln allesamt von den Auflösungserscheinungen unter der Mutantengemeinschaft, besonders den X-Men und ähnlichen Gruppen(New X-Men etc.) und wie sie einzelne Mutanten individuell betreffen. Anders gesagt: Die X-Men Divided We Stand sind für die Marvel-kontinuität VÖLLIG unbedeutend. Des weiteren sind die Hauptcharaktere der einzelnen Stories ebenfalls unbedeutende Nebendarsteller, wenn nicht sogar Statisten bis auf ein, zwei Ausnahmen. Was soll das ganze also? Geldmacherei! Und ich bin mal wieder drauf reingefallen. Tut ihr es am besten nicht und übergeht die Sonderhefte, lest einfach eure X-hefte wie gewohnt weiter, Devided We Stand ist kein Event, es ist ein übergang's arc, der gemeinsamkeiten in den Titel der jeweiligen X-Hefte ausnutzt, um VORZUTÄUSCHEN ein eigenes Event zu sein. Decimation(ihr wißt, der Übergang zwischen House of M und Civil War) war da vergleichsweise ein Mega-event. Aber egal.
Nichtsdestotrotz sind diese beiden Sonderhefte eine Schaubühne für einige Artists und Writer. Z.B. Santa Takeda, der in Wakanda-story eine art kiddie-freundlichere Version von Alex Ross's und Esad Ribic's Kunst zeichnet. Ich bin nicht begeistert, auch wenn ich sehe, dass sich einige Leute tatsächlich Mühe gegeben haben.
Nagut, also EIGENTLICH bin ich von der Art schon doch WIRKLICH(WIRKLICH kein scheiß!) sehr angetan. Vor allem auch das Spektrum...altmodisch, modern, soft, gritty...alles dabei. Also, Art würde einzeln für sich benotet schon recht gut dastehen, aber....ABER die Stories....langweilig, belanglos, teilweise dumm......eigentlich aber alle MÜLL. Drei Ausnahmen für mich: Andy Schmidt's und Duane Swierczynski's Stories haben ihre Volltreffer, aber sind SO kurz...von der Anlage her, denkt man, dass die Story die Länge einer Zeichentrickfolge hat und dann ist auf einmal Schluß und man hat kaum die länge eines Studentenkurzfilms erreicht.
Anders ist es mit der EINDEUTIG besten Story von Matt Fraction in der Nightcrawler sich Sculphunter als Opfer seiner Rache auserkoren hat und in body-projection-getarnter Gestalt sein sich als Road-Side-Diner-Koch zurückgezogen lebendes Opfer studiert und ihm an der Theke sitzend philosophisches über den Gott in Dingen und die Reproduzierbarkeit solcher Sachen erzählt. Sculphunter ist nur abgenervt von dem Gelaber des Fremden, dass er sich da anhören muß, aber Kurt bietet ihm eigentlich eine Parabel. Sculphunter ist selbst nur die x-te Kopie des original Sculphunters und Kurt hinterfragt, ob er noch eine Seele besitzt...und das war nichtmal das Ende der Story....ja, Fractions Story ist länger als die der übrigen Autoren und gleichzeitig auch in einer ganz eigenen Liga, was die Qualität der Story und Dialoge angeht.
Trotzdem! EINE gute Story von 8 und die Art ist auch nur in 6 der Stories überdurchschnittlich, in 2-3 vielleicht wirklich gut. Das REICHT nicht für ein 10€ TPB, sorry.
Ich rate jedem davon ab. Vielleicht könnt ihr's irgendwo leihen oder im Laden die Matt Fraction Story lesen, allzu lang ist sie ja nicht.


URTEIL:
X-Men: Divided We Stand
-
4.8