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Donnerstag, 20. August 2009

Justice League of America: The Lightning Saga

Diesmal habe ich leider WIRKLICH nicht viel Zeit, aber die Kaufentscheidenden Dinge werde ich versuchen unterzubringen...

Alsooo.... Justice League of America: The Lightning Saga enthält gleichnamige 5 Issue Story, bestehend aus abwechselnd aufeinander folgenden JLA(1,3,5) und JSA(2,4) Issues, sowie aus dem Eisner Award Winning Single Issue Walls(JLA#11), Monitor Duty(JLA#12) und JLA #0.
Letztere drei behandle ich vielleicht ein anderes mal seperat...zumindest Walls ganz sicher.
Die Story verfolgt die bereits in JSA angefangenen Story-stränge, was die Legion Flight Rings in unserer Zeit zu suchen haben, genauso wie ihre Besitzer, bei denen irgendwie das Gedächtnis verdreht zu sein scheint(keine Erinnerung, halten sich für jemand anderes etc.). Dies wird nun mit vereinten Kräften bestehend aus JLA und JSA untersucht.
Soviel zur groben Handlung.

Nun das wirklich wichtige:

Ist dies ein wichtiges Trade?
- JA, allerdings! JSA fängt an, ein einziges, riesen Mega-event zu werden und so werden hier wichtige Grundsteine für die Thy Kingdom Story gelegt. Weiterhin: *****Spoiler***** wird Barry Allen.....*scherz* Wally West wiederbelebt. PLUS JLA Issue #11 Walls(allein die Art von Gene Ha, WOW)

JLA mochtest du letztes mal ja nicht so sehr, wie sieht's hier aus?
- Anders. Die JLA Story Issues von Brad Meltzer sind völlig auf gleichem Niveau mit den JSA Issues von Geoff Johns und haben eine echt coole Story, besonders wenn man sich ziemlich im DCU auskennt. Einzige Unterschiede sind in den Dialogen merkbar(aber auch nur kaum). Johns Dialoge sind natürlich und machen einfach eine größere Lesefreude breit, Meltzers Dialoge sind hier auch SEHR gut und die Zitate, die er zu Anfang jedes Issues hervorhebt sind - allein für sich genommen - genial, haben Impact oder sind fast schon Lebensweisheiten.

Was ist mit der Art? Die fandest du bei JSA und JLA vorher ja auch relativ "verwandt"...?
- Hier genau das Gleiche. Ihr kennt Ed Benes ja aus Identity Crisis, er scheint sich hier wirklich Mühe zu geben... insgesamt sieht die Art sehr unexperimentell und nach DC House Style aus, aber nach wirklich Mühevollem und Gutem! Ausnahme Chapter 4 - der zweite JSA Issue der Saga. Hier tickt die Art zwar immer noch DC-House-Style synchron, aber diesmal ist sie von Dale Eaglesham und HOLLA... auf manchen Pages sieht Ethan van Siver's Green Lantern: Rebirth Art alt dagegen aus. Ein mit super feinen Strichen gepencilter dunkler Sumpf und eine mega-mega doppelseitige Tentacle-fight Splash-page, mit so ziemlich allem, was in JLA und JSA Rang und Namen hat, ohne einen einziges Speech oder Thought Balloon.

Also...Kaufen?!??
- Alter! Liest du überhaupt, was ich schreibe, oder bist du so'n alter Marvel-only "true believer" Fanboy!!!?! KAU - FEN ! Zumindest, wenn du überhaupt interesse an den Big Ones des DCU hast und Team Stories gut findest.



URTEIL:
Justice League of America: The Lightning Saga
-
8.5

Dienstag, 4. August 2009

JSA: The Next Age

Sorry für die Kürze im Voraus...

Ich hab' Spätschicht und muß gleich zur Arbeit... gut also, dass JSA: The Next Age nur eine 4-Issue Story Line ist.

Es handelt sich um #1 bis #4 der unter Geoff Johns neu aufgelegten Justice Society of America.
In dieser Story geht es eigentlich darum, uns die neuen Player etwas näher zu bringen und vor allem, uns klar zu machen, dass die JSA im Gegensatz zur JLA vor allem eine große Familie ist.
Da hätten wir die hysterisch aufgeregte, viel zu viel und schnell redende, junge Dame namens Jesse, die sich später Cyclone nennen wird, bisher wenig Freunde hat und wie ihre Großmutter, 'Ma' Hunkel die ursprüngliche Red Tornado einst(die immer noch in der JSA ist und ihre Granny-rolle nicht nur für Jesse, sondern für die gesamte JSA spielt), die Winde kontrolliert.
Außerdem lernen wir, dass Wildcat einen Sohn hat, von dem er nichts wußte und außerdem noch einen evtl. dritten Citizen Steel kennen, der über über eine Art Minderwertigkeitskomplex noch nicht hinweggekommen ist.
In der Hauptstory will ein unbekannter Auftraggeber mit Hilfe einer Nazi-super-villain, die sich the fourth reich nennen[ihr kennt die üblichen, Captain Nazi, Reichsmark, Swastika] die zukünftigen JSA-Mitglieder-generationen auslöschen. Das Killer des unbekannten Hintergrundmanns töten daher die angehörigen von Mr. America und Citizen Steel etc..
Im ersten Issue kommt Mr. America dieser Verschwörung um die Mörder seiner Frau und Kinder auf die Schliche, wird aber tödlich verwundet und schafft es noch, sich zum JSA Hauptquartier zu schleppen und fällt in einer sehr erinnerungswürdigenszene durch die Kuppel des Briefing-Rooms während einer Sitzung aller JSA-Mitglieder halb-tot auf den Round table und schafft es nur noch, einige wenige Worte rauszubringen, bevor er aufgrund des Blutmangels bewußtlos wird.

Was soll ich noch sagen, Dave Eagleshams Art gefällt mir, ähnlich aber besser als JLA und Story sowieso, ist Johns halt. Gute Ideen, die einfach spürbar zur comic-szene gehören und in keine anderen Genre, natürliche, Dialoge, ab und zu etwas witz. Einfach gut, ich werd's definitiv weiterlesen..."Thy Kingdom Come" kommt ja auch fast im Anschluß...vorher nur noch die kleinen Lightning-Saga Teilhabe Issues.

Besonders gut trifft Johns einfach den Family-team Gedanken.
Empfehlung ausgesprochen PUNKT.




URTEIL:
JSA: The Next Age
-
7.5


Freitag, 17. Juli 2009

Superman: Last Son

Eigentlich müßte ich mir hierfür echt mal Zeit nehmen,

Zeit habe ich gerade sogar, aber keine Lust. Trotzdem, morgen oder übermorgen steht schon das nächste Review an und dann muß dieses hier fertig sein :-\


Aber ihr könnt mir wirklich glauben, dass Superman: Last Son einfach absolut großartig ist. Die meisten nur überdurchschnittlich ausgefallenen anderen Kritiken hat der Story Arc nur bekommen, weil die Reviewer von den derbst unverschämten Verzögerungen, als das ding Single Magazine - weise rauskam, angekotzt waren und sich das in deren Gesamtbild der jeweiligen Issues niederschlug.
Die Story ist von Geoff Johns und Richard Donner, dem Regisseur von Superman 1 und 2, die Art ist von Andy Kubert. Auch wenn ich das Pferd hier von hinten aufzäume, möchte ich zuerst 'was zu Andy Kubert sagen. Andy Kubert war für mich einfach so ein Name..."ja, ich glaube, Andy Kubert ist in Comics kein Unbekannter" -mehr fiel mir zu dem Namen nicht ein. Jetzt weiß ich natürlich wieder, dass er Marvel 1602(was ich weitaus schlechter als die meisten anderen Kritiker fand) und(das eigentlich von mir gerade erst gelesene *peinlich*) Wolverine: Origin gezeichnet hat. Bei beiden anderen Titeln, war die Art zwar - von mir auch als solche anerkannt - recht gut, aber einfach nicht "mein Ding". Gefiel mir irgendwie nicht richtig. Liebevoll, schön, eigener Stil...blabla...trotzdem nicht MEIN Ding. Ende.
GANZ anders hier:
Superman: Last Son sieht einfach *kinnlade runterfall* aus!
Das Einzige, was mir nicht gefällt, ist, wie sein Superman aussieht. Aber andererseits mag ich fast Niemandes Superman(ausnahmen sind Leinil Yu, Renato Guedes, Gary Frank, aber von Frank kenne ich ja nur Sneak Peaks bis jetzt).
Aber Kuberts Rest ist einfach der Wahnsinn. Ein Beispiel gibt es gleich, vorher will ich noch zu Johns und Donner kommen.
Zum Inhalt von Johns/Donner's Story gebe ich nur Stichworte in Issue Reihenfolge:
1. Junge in Raumschiff, crash, mitten in Metropolis.
2. Luthor will Junge von Bizarro entführt, Superman-Bizarro clash in Metropolis
3. General Zod, Ursa, Non wollen Weltherrschaft, Junge spielt Rolle
4. ??? [spielt teilweise in der Phantom-zone, Phantom-zone Szenen sind in 3D gezeichnet, 3D Brille(Phantom Zone Safety Googles) im Heft enthalten]
5. ??? -> Conclusion

Johns und Donner bringen da wirklich ein, was an Superman SPASS macht. Geniale Szenen beinhalten unter anderem einen zig-panel, genial gezeichneten Perry White, wie er Olson zurechtstaucht und Jimmy reagiert, wie Jimmy halt reagiert(soll heißen: Johns und Donner haben ein super-charakter gespür, Charaktere wirken vertraut und lebendig), Clark verteidigt Jimmy daraufhin etwas vor Perry...einfach funny, liebevoller, sauberer Superman-Spaß. Die Action deliver'n die beiden Writer natürlich auch. Allein für die paar Seiten des Superman-Bizarro-clashs mit herumgeworfenen Schulbussen, die das Daily Planet-wahrzeichen treffen...Dieses im Superman/Doomsday Animated Movie von mir so geliebte gegen den Gegner Flieg-dashen und durch diverse Wolkenkratzer nacheinander rammen. Alles hier drin! NUR Fett ;-D
Beispiel für Kubert's Art und den gerade geprisenen Fun:

(Das Panel hat normalerweise Seitenbreite, wirkt hier wie'n Mini-panel)

Ganz direkt: Wenn ihr eine für den Superman nahezu perfekt zusammengeschmiedete Story haben wollt, die vom Superman-feeling an Richard Donner's Filme erinnert und da auch rankommt, dabei aber wirkt als wären sie in der jetztzeit mit 400 Millionen $ Budget an Metropolis' sonnigsten happy-day tagen verfilmt worden, seid ihr bei Superman: Last Son genau richtig!
Außerdem sind die Issues HALBWEGS self-contained. Kann man also einzeln und Stückchenweise[wegen der Vorfreude ;-)] aber auch komplett in einem Zug genießen.


URTEIL:
Superman: Last Son
-
9.1



PS: Gibt's echt nicht, durch die Erinnerung an das Lese-erlebnis hatte, bin ich schon wieder lustvoller und happier drauf als zum Schreibbeginn dieses Reviews...

Samstag, 11. Juli 2009

Green Lantern: Wanted Hal Jordan

Get Used To It, Dude!
Green Lantern unter Geoff Johns Regie IST einfach gut!

Ich gestehe, als ich Green Lantern: Rebirth gelesen habe, hatte ich hohe Erwartungen und auch als ich die nach'nem Drittel des Trades schon runtergeschraubt hatte, war ich immer noch nicht überzeugt...Parallax als Parasit und Fear Incarnate blablabla...kam mir doch schon echt weit hergeholt vor. Sehr oft geht das ganze - ich spreche da jetzt nur für meine persönlichen Ansichten - zugunsten des Schreibers aus, wenn es wieder einmal vorkommt, dass eine alte Comic-geschichtlich relevante Story ausgegraben wird und in eine neue Story eingearbeitet wird, wobei völlig neue Hintergründe der alten Story aufgezeigt werden, die bisher völlig im Verborgenen waren und sie in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Aber grundsätzlich stehe ich solchen Classic Story Line changes, die innerhalb der Kontinuität offiziell gar keine changes sind, mehr skeptisch als wohlwollend gegenüber. Bei Rebirth war ich, wie gesagt ganz und gar nicht von der Abänderung überzeugt, auch wenn ich Johns(auch aus Grund von Vorschußlorbeeren) da schon sehr geschätzt habe.

Aber seit John's Green Lantern Antritt fand ich jede Story besser als die vorhergegangene!
Green Lantern: Wanted Hal Jordan spielt nun aber teilweise vor der gerade letzten Monat von mir mit einer hochgelobten 8.8 versehenen Revenge of the Green Lanterns Story nämlich zur Zeit von Hal's Kriegsgefangenschaft. Auch bekommt er es wieder mit den Global Guardians und den Rocket Reds zu tun. Nur kein weiterer Manhunter Sector 3601 Plot-faden, was ich in Revenge of the Green Lanterns am besten fand.
Ihr seht, ich zerreiße das Ding mal wieder. Entspricht aber gar nicht meinem Empfinden der Story. Mein Problem war eigentlich, dass ich mir eine neue Story erhofft hatte, wobei dies eigentlich eine Art Erweiterung(kein zweiter Teil, keine reine Fortführung, eine Erweiterung halt!) der POW-Cowgirl-GlobalGuardians-Rocket-Reds-Story. Man hätte mir das ganze von vorne herein als EINE Storyline verkaufen sollen. So wie es sich mir jetzt darstellt ist Revenge of the Green Lanterns in etwa Kill Bill Vol1 und Wanted Hal Jordan Kill Bill Vol2. Ihr wißt was das bedeutet. Kill Bill Vol2 ist genauso Teil der Story, genauso gut fotografiert, gut geschrieben und fast so genial wie die erste Hälfte Kill Bill Vol1. Trotzdem haben wir wohl alle im Kino gedacht: "Teil 1 war besser". Der ganze FUN steckte eben in Teil 1 und unsere Erwartungshaltung war dementsprechend hoch.
Ich verrate jetzt nicht mehr über Story außer dass es wieder einen unerwarteten Man behind the curtain gibt und sein Motiv ist Neid und Rache(und'ne schlechte Kindheit) und dass nebenbei auch noch in einem vorerst Main Story unabhängigen Strang kräftig auf den Sinestro Corps War Event hingearbeitet wird, was ich am amüsantesten und Final Shock mäßig am besten an der Story fand.
Art ist von Ivan Reis, der nicht an Van Sciver rankommt, aber eine große Stilverwandtschaft hat und hier ein nicht direkt geniales, aber sehr sehr gutes Stück DC Comic Art abliefert.

Hier machen wir mal die Verknüpfung zum zweiten in diesem TPB enthaltenen Story Arc, nämlich "Mystery of the Star Sapphire", welcher von Daniel Acuña gezeichnet wurde, wessen Stil sich schon SEHR von vorheriger Green Lantern Art abhebt.
Ich persönlich begrüße solche Supertalent-artist Gastspielchen, solange es sich bei der Art um etwas Besonderes handelt, es vorerst ein Gastspiel dieses experimentelleren Art-styles bleibt und es sich bei besagtem Gastartist WIRKLICH um ein Supertalent handelt. Gute Beispiele hierfür sind meiner Meinung nach die Alex Maleev Gastspiele bei den Avengers(New Avengers #26 & Mighty Avengers #13) oder das Eisner Single Issue Award Winner Gastspiel von Gene Ha bei der JLA(Justice League of America #11).
Acuña's shiny & cool style paßt nicht wirklich zu Green Lantern, nichts desto trotz hat mir das Gastspiel echt gefallen, sicher auch, weil Johns Story wieder einmal genial ist und diesmal wirklich eine neue Story Line beginnt, die noch mehr auf Sinestro Corps hinarbeitet.
Der Star Sapphire ist zurück und Johns strickt ihm eine History die seine Verwandtschaft mit den Rings der Green Lanterns erläutert. Die neue History legt auch die Basis für den Grund warum der Sapphire in diesem Story Arc Hal Jordan WILL...als MATE, nicht als Host! Hierzu wird über Umwege, der ideale Host, den Hal auch attraktiv findet, gewählt.
Echt coole, witzige, actionreiche und Johns-mäßig schräge Storyline, die wieder mit einer ähnlich cleveren laughing-out-loud austrickser Action endet wie auch schon John's No Fear Story Arc.
Genau genommen fand ich die Story sogar SO cool, dass ich deswegen sogar das Green Lantern Corps: Sins of the Star Sapphire TPB bestellt habe, obwohl ich mir aus finanziellen Gründen eigentlich vorgenommen habe, nur Green Lantern und nicht auch noch Green Lantern Corps zu lesen.
Nur damit euch mal klar wird, wieso Acuña's Art genial ist, aber irgendwie für GL etwas fehl am Platze wirkt:

Sieht Hal bei Acuña nicht aus wie der jüngere Bruder von Kyle Rayner?

Aber egal...ist halt cool und fun mit anzusehen. Macht außerdem eine sehr sexy Star Sapphire Incarnation daher ;-)



URTEIL:
Green Lantern: Wanted Hal Jordan
-
8.9

Mittwoch, 20. Mai 2009

#10.52

Guten Morgen!

"Morgen" weil, es ist 6:34 als ich diesen Text hier schreibe... Gestern habe ich die 4 "52" Trades mit Woche 50, dem dazugehörigen "World War III" Tie-In Book und den Weeks 51 und 0/52 beendet.
Ich kann gleich vorab sagen, 52 ist für DCU und Superheldenfans, das meiner Meinung nach die beste Mega Limited Series. Ich möchte es jetzt nicht direkt über sowas wie Batman: Long Halloween oder Seven Soldiers of Victory heben, aber beide letztgenannten fühlen sich weniger richtig "Superhero" an...letztendlich auch, weil sie weniger In-Continuity sind. Was uns zum Schwachpunkt bringt: Wer sich im DC Universe nicht gut auskennt und auch die vorangegangene(n) Crisis nicht miterlebt hat, der ist mit 52 echt falsch beraten.
Das 52 Tie-In Trade World War III ist nicht wirklich schlecht, auch finde, dass Week 50, wahrend dessen das Tie-In trade handelt für diese massive Handlung viel zu kurz in 52 wegkommt...jedoch mit der World War III Trade-erweiterung widerum viel zu lang gestreckt wird. Ich möchte nicht direkt davon abraten, sich das Teil zusätzlich anzuschaffen, da ich es nicht bereue, aber direkt dazu raten, werde ich absolut auch nicht; es ist keineswegs zum Verstaendnis dieses 52 Handlungsstrangs notwendig und kein sonderlich grossartiges Lese-erlebnis...nein, sagen wir keine grossartige Lese-erlebnis-ERWEITERUNG....Week 50 ist nämlich schon ein ECHTES Highlight in 52, wie generelle alle der letzten Wochen, die nicht nur zum langweiligen abrunden der Sache da sind.

Ok, zum Inhalt und den Highlights:

52 ist Echtzeit...WAR Echtzeit als es rauskam. Jede Woche kam ein Issue raus, der auch im DCU genau eine Woche umfasste. Was viele Sachen zu kurz kommen lässt oder Zeitabstände etwas merkwürdig vorkommen lässt, dem ganzen Projekt aber auch den gewissen extra-clue gibt. Ich kriege sicher nicht mehr alle Handlungsstränge zusammen...es passiert wirklich SEHR viel in 52...verglichen mit Grant Morrisons 7 Soldiers, (was zwar auch nur halb so dick ist, aber egal), muss ich echt sagen...Seven Soldiers kriege ich von der Handlung her im Gedächtnis trotz der Komplexität und Cleverness noch zusammen...52 nicht...zu viele Handlungsstränge und zu viele Gap-filler Mini-stories in den Handlungssrängen, damit diese nicht nur am Anfang und am Ende auftauchen, wenn der Leser sie schon wieder halb vergessen hat. ABSOLUT will ich damit NICHT sagen, dass ich irgendwelche davon am liebsten weggelassen gesehen hatte. Ich mochte wirklich jede Story in 52 PUNKT.

Ich gebe mal ein Geschmacksanregende Story Kurzinhaltsgaben durch:
Booster Gold will das Jahr ohne Superman nutzen um zum Superstar von Metropolis zu werden, wird von einem Freund, der sich als böse herausstellt betrogen und kriegt neue Superhelden Konkurrenz von einem Unbekannten, den Lex Luthor für Superman hinter einer Scharade hält. Lex selbst hat eine Formel gefunden, die jeden zum Superhelden machen kann und gibt diese an jede Menge Leute weiter(zum Ärger der guten alten Justice Society) und assembled daraus seine all-new Infinity Inc. ...natürlich führt er mit der ganzen Sache nichts Gutes im Schilde, wie Natasha Irons auch irgendwann noch rausbekommen soll. The Question verbündet sich mit Renee Montoya(die Polzistin, die man vielleicht aus der Gotham Central Series kennt) um Intergang auf die Schliche zu kommen, was die beiden nach Kandahq führt, wo Black Adam eine Frau kennenlernt, die ihn zum guten bekehrt und ihn seine Kreafte mit und ihrem Bruder teilen lässt, so dass diese zur BLACK-Marvel Family werden. Weiterhin trifft Renee Montoya eine alte Freundin, deren Geheimidentität Bat-WOMAN ist, welche in Batmans Abwesenheit Gotham sauber halten will und sich deshalb ebenso wie Renee und Charlie(aka The Question) mit Intergangs "Relgion of Crime" auseinandersetzen muss.Intergang hat ausserdem noch ein nettes kleines Projekt laufen in denen sie alle evil geniuses wie den Sivana, Morrow, Quimby und sonstige mit unbeschränktem Budget auf einer geheimen Insel Waffen entwickeln lassen...neuester Gast wird der eigentlich zu den Guten gehörende Metal Man Erfinder, Will Magnus.
Weiterhin sind Animal Man, der erblindete Adam Strange und Koriand'R im Weltraum verschollen. Sollte ich jetzt Handlungstränge vergessen haben, seid mir bitte nicht böse, Geoff, Mark, Greg und Grant.

Highlights die ich wohl nie vergessen werde, sind die gesamte Booster Gold Story[besonders der Gut/Böse Wendepunkt und wie sie sich am ende ent"puppt"(pun intended], der " 'Rain' of Supermen ", die Animal Man Heimkehr nach seiner Space-Odyssee zu seiner geliebten Ellen und generell die ganze Goofiness der Oolong-evil-genius-Island Storyline.

Noch wirklich loben möchte ich die Hinter-den-Kulissen Page nach jeder Week, in der Greg Rucka, Mark Waid, Keith Giffen etc. ihren Senf zu den jeweiligen Weeks dazugeben und oftmals recht Interessanten noch dazu. Einzig und allein Keith Giffen ist mir jetzt NOCH unsympathisher(ja, das ist sogar nach seiner Marvel Annihalation Saga noch möglich gewesen)...er scheint alles Adrenalin-artige zu lieben und von allem classic-comic Goofigem oder liebenswert Romantischem total angekotzt zu sein....seine Panel Designs sind schon echt gut...aber sein Charakter und Geschmack stelle ich hier einfach mal in Frage[Ich wette er ist einer von den Typen, die nach dem Fitness Studio erstmal eine Rauchen und dann in ihrem motorisierten Nur-Heckspoiler unter aufgebohrtem Sportauspuff-brummen und durch die Scheiben dringenden Bässen reifenquietschend davondampfen]...

Die Art...ja...die Art....nichts besonderes...angemessen DCU Comic-artig halt...aber beeindruckend dabei ist schon, wie VIELE Artists an dem ganzen Projekt beteiligt waren[inklusive der ganzen Lückenfüller-artists, die benötigt wurden, um nochmal 2-3 Seiten für die jeweilige Issues beizusteuern um den weekly release-schedule einhalten zu können] und trotzdem kein grosser Stil-bruch auffällt. Lob an DC, was das angeht.
Tadel gibt's aber weil die Cover zu über 90% nur im vier-auf-einer-Seite Mini-format an die Trades angehängt sind...Die Cover sind grösstenteils echt genial(und mir sind cover normalerweise echt egal, aber hier vermisse ich sowas), nicht nur, was die Kunst angeht, sondern besonders auch die Idee als Teaser dahinter und sonst sind echt bei jedem Müll-comic die Cover mitgeliefert...traurig :-(

Um meine ganze Rezension nicht so negativ abzuschliessen, möchte ich nochmal sagen, wie begeistert ich von 52 als Gesamtwerk bin. Ich wünschte echt, DCs Big Four würden nochmal zusammenkommen um eine Elseworld-story ala Kingdom Come mit richtig genialen Artists meinetwegen auch langsam, über einen grossen Zeitraum hinweg zu schmieden.
Ein weekly Marvel Comic wäre auch mal 'was Traumhaftes, aber Marvel's Big Guns würde bestimmt nicht die gleiche Team-synergie an den Tag legen können, wie sie beim 52-Team anzutreffen war...ausserdem...auch DCs nachfolgende Weeklies "Countdown" und "Trinity" gelten ja gemeinhin als relativ gescheitert(ich kann dazu noch nichts sagen, soweit ist meine DC Aufholjagt ja noch nicht...ausserdem starte ich Trinity gar nicht erst, wenn Countdown sich wirklich als so schlecht herausstellen sollte).

Also Leute, wenn ihr eine Mega Limited Superhero-Series wollt, wartet nicht auf Marvel, springt nicht erst bei Countdown oder Trinity an Board, 52 ist die Zahl!


URTEIL:
52 (TPBs 1-4)
-
9.1



URTEIL:
52 + World War III
-
9.2



URTEIL:
World War III(only)
-
4.1