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Mittwoch, 19. August 2009

Flash: Full Throttle

Ok Leute,

wie man das bei so cross-over events als trade collector manchmal so macht, habe ich zwei trades parallel gelesen, mir rausgesucht, welcher der enthaltenen Issues in welchem Monat rausgekommen ist und zwei Trades in abwechselnder Reihenfolge gemäß des original-release-dates gelesen.
Bei diesen beiden Trades handelte es sich um Flash: Full Throttle und Justice League of America: The Lightning Saga. Ich kann euch jetzt klipp & klar sagen, dass dies ABSOLUT UNNÖTIG war. Eigentlich wollte ich Flash erst wieder lesen, wenn es sich beim FLASH nicht mehr um meinen ungeliebten Bart Allen handelt, aber neeein... wegen EVENT wollte ich natürlich das volle Programm und hab' mir zur Lightning Saga auch das passende Flash Trade zugelegt.
1. Warum unnötig?
-----> Weil beide Trades keine gemeinsamen Handlungsstränge beinhalten und

*****Spoiler*****
Flash: Full Throttle handelt vom Tod Bart Allens und die Lightning Saga von der Wiederbelebung Wally Wests und das auch nur wirklich in Chapter V aber dazu mehr in einem anderen Review.
*****/End of Spoiler*****

2. Warum mag ich Bart Allen nicht?
-----> Wally West war ein Arschloch bis Mark Waid ihn übernahm. Eigentlich war Wally ein Arschloch, weil Ende 80'er Anfang 90'er die Zeit der harten Arschloch Superhelden àla Guy Gardner war, dachten zumindest alle, denn in wirklich fanden die Fans das ganze nicht so lange gut, wie die Verlage gedacht hatten und das Prinzip somit DERBST lange überstrapaziert haben. Deswegen verkaufte sich Flash nicht. DANN kam Mark Waid und er kam damit rüber, dass Wally nur so war, weil er immer noch so an dem toten Barry hing und das Gefühl hatte, nie so gut sein zu können, wie sein Onkel, weshalb er etwas dagegen rebellierte, es überhaupt zu versuchen. Dann kam Waid mit der Return of Barry Allen / Terminal Velocity Storyline und ....... BAAANG. Flash war wieder da, großartige Story, Wally kein Arschloch mehr, stärker als je ein Flash vor ihm, großartiges, Sci-Fi dramatisches Ende mit fast Tränen in den Augen UND alles danach kommende war richtig gehend positiver Energie alle Web-Swinging Spider-man geladen.
Ab da war Wally der Superheld, der es mit retro-lächerlichen Bösewichten wie Pied Piper, Vertigo aufnahm und nebenbei noch Zeit hatte kurz den reifen zweier älterer Damen zu wechseln.
Bart Allen hingegen war nicht nur ein Arschloch, sondern ein infantiler, dummer kleiner Wichser und die Stories in denen Waid und Johns versucht hat, ihn uns etwas näher zu bringen und Wally zu einem Ziehvater für Bart zu machen, habe ich nicht gelesen und ich zweifle auch, dass die beiden es geschaft hätten, mich dazu zu bringen, Bart so zu mögen, wie ich Wally und Barry gemocht habe. Nun gut, ich habe bei so einer Aussage schon einmal mega daneben gelegen(Siehe Death of Captain America Vol.2 Review). Aber generell, das GLEICHE Prinzip...den heranwachsenden, Ungeliebten zum Heldennachfolger nach einer Crisis zu machen... das ist doch etwas schwach oder?

Ok, aber nun zum zu reviewenden Trade und zur Story.
Inertia, der böse, jüngere Klon von Bart Allen aus dem 25. Jahrhundert ist von der Speedforce entkoppelt und kommt nur noch mit Steroiden auf Speed. Deshalb läßt er sich in seiner Zukunft eine Maschine maßschneidern, die Bart die Speedforce stehlen soll und sie auf ihn selbst übertragen können soll. Um das zu schaffen, versammelt Inertia alle Main-Rogues mit falschen Versprechungen um sich und will sich Bart greifen.
[GANZ zu Anfang gibt es noch einen Chrismas Issue, aber den lese ich zu Weihnachten und behandle ihn hier deshalb nicht ;)]
Die ersten beiden Issues sind von Danny Bilson, die restlichen 5 Issues von Marc Guggenheim, Plus einem Übergangs-issue zum nachfolgenden Flash, der wirklich mehr oder weniger dahingeklatscht ist.
Bilsons Issues haben sogar einen anderen Storyline Titel, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Für mich sind seine beiden Issues genauso Teil der Story wie Guggenheims. Dennoch merkt man, das Guggenheim allein Dialog-technisch der bessere Writer ist.
Auch die Art... ja Leute... echt... die Art. Die ist SOO abweichend! Andauernd ein anderer Artist! Ich werde mir jetzt NICHT die Mühe machen, jeden einzeln abzuhandeln, aber Bilsons Issues sind von Ron Adrian gepencilt und sind simpel und simpel und simpel und einfach Stillos, als würde er nur Umrisse Zeichnen, dies aber auch nicht gut, gleichzeitig ist das Coloring wirklich... ach was auch immer...kindisch doof, ich habe keine Lust weiter drauf einzugehen. Dann kommt Andy Kuhn, besser aber keineswegs gut. DANN - Teil zwei von Marc Guggenheims fünf Issues - kommt Paco Diaz und DIE sehen erste Sahne mäßig aus(Neal Adams meets Ethan Van Sciver mäßig von den Pencils her). Der Nachfolgende Artist, Tony Daniels, macht die restlichen drei Issues von Guggenheims Story und er ist auch ganz gut... ähnlich wie Paco Diaz, aber nicht ganz so gut.
Gut? Mochte ich die Story?
Nicht so wirklich. Warum nicht?
Weil ich Bart Allen einfach nicht sonderlich mag und alles, was mir hier presentiert wird, deutet nicht darauf hin, dass er ein Charakter ist, von dem ich einfach nur zu wenig gelesen habe, um ihn zu erfassen und zu mögen. Er ist einfach zu generisch. Er hat eine standard-persönlichkeit, die ihn durch ein paar standard Ecken und Kanten gerade so über die Ebene der Archetypen hinweghebt. Inertia ist ebenfalls kein COOLER Gegner. Alles Potential, was die Rogues and Problemen miteinander haben, wird ebenfalls nicht genutzt. Überhaupt sind Mirror Master, Weather Wizard etc. NUR da, weil
*****SPOILER*****
es Barts Abschluß-story ist und er einen dicken Abtritt haben soll und da natürlich alle seine Gegner auf einmal drin vorkommen sollen.
Überhaupt? Wieso muß Bart sterben? Mochten wir ihn so sehr, dass uns sein Tod so ERGREIFT? Schockiert er uns? Ist er wichtig für das DCU? NEEEIN! Sie hätten ihn einfach seiner Kräfte berauben sollen und Ende. Dass er jetzt den aufopfernden Heldentot gestorben ist, macht ihn bei mir auch nicht beliebter!
*****/End of Spoiler*****



URTEIL:
Flash, fastest Man Alive: Full Throttle
-
6.5

Dienstag, 7. Juli 2009

The Brave & The Bold: The Lords of Luck

Hier mein Vergleich:

Wenn ich The Brave & The Bold: The Lords of Luck mit einem anderem Comic Book, was ihr evtl gelesen haben könntet vergleich müßte, würde ich sagen, es ähnelt....jetzt kommt's....es ähnelt: Crisis on Infinite Earths.
Ein größeres Lob kann ICH eigentlich gar nicht aussprechen, da Crisis on Infinite Earths ja mein Lieblingscomic aller Zeiten ist, aber genau genommen, mache ich den Vergleich weniger weil ich es ebenso genial finde und in meinem Bücherregal gleich neben Crisis aufbewahre, sondern weil es einfach tatsächliche Ähnlichkeiten aufweist.
Zum einen ist der Artist George Pérez und Mark verwickelt uns in eine Story mit unzähligen DCU Superhelden im Weltraum, auf anderen, exotischen Planeten, mit Zeitreisen, in der scheinbar übermächtige Wesen von Schicksal sprechen.
Ich mache diesmal wieder keine richtige Inhaltsangabe, ich sage euch aber, dass sich die Geschichte um ein Buch dreht, in dem die gesamte Geschichte des Universums, vom Urknall bis zum Ende/Neubeginn enthalten ist(nein, die Ausmaße des Buches sind nicht ∞x∞x∞!) und um drei Wesen, die sich die Lords of Luck nennen, nichts Gutes im Schilde führen, jeweils ein großes Auge als Kopf haben, sonst aber Humanoid mit langen, den Körper verdeckenden Roben sind und etwas mit Wahrscheinlichkeiten am Hut haben. Außerdem will euch noch sagen, wie der Erzählstil von Waids The Brave & The Bold funktioniert. In Story a wird Green Lantern in ein Murder Mystery verwickelt und holt sich Batman als Hilfe hinzu, die beiden splitten sich am Ende der Story auf und Green Lantern holt sich Hilfe von Supergirl um einen Casino Planeten in Story b aufzusuchen, Batman führen die Untersuchungen in Story c nach Texas, wo er vom neuen Blue Beetle gerettet wird. So stellt jeder Issue eine Fortsetzung der Lords of Luck Story Line dar und hat ein unterschiedliches Duo-Team-Up, von dem wir einen Helden schon als Protagonisten einer vorangegangen Story hatten.
Steh ich echt drauf, sehr sehr gute Idee Mr. Waid!

Jetzt zum wirklich Genialen an The Brave & The Bold und das ist George Pérezs Art!
Sie sieht hier wirklich genauso gut aus wie in Crisis on Infinite Earths! Ich bin SOO verliebt in Perezs Pencils, der Mann ist der Wahnsinn. Er gibt sich so unglaubliche Mühe...nein, eigentlich das falsche Wort...für ihn ist es keine Mühe, das ist einfach seine Bestimmung, er liebt es Superhelden zu Zeichnen und dem Reader nur das aller beste zu geben. Waid Vorwort und Anhangsnotizen sind voll von Lob für Perez. Z.B. wollte Waid die Story mit ca. 600 Panels rüberbringen, die meisten Artist hätten dann ca. 500 geliefert, Perez macht 973 daraus. Waid findet keinen Plot, um die Legion of Superheros zu integrieren und muß Perez mitteilen, dass es ihm Leid tut, aber er wohl kein Phantom Girl, oder Validus zeichnen dürfen wird. Waid weiß, daß es Perez das Herz brechen wird. Was passiert? Perez denkt sich einen Plot aus, wie Batman ins 31. Jahrhundert kommt(einen total blödsinnig Unsinnigen, aber das ist mir in dem Moment SO egal ;-).

Auch die Aufmachung des Hardcovers ist toll. Der eigentliche Buchdeckel(nicht der Staubschutz) ist matt schwarz(wie man es von richtigen BÜCHERN gewohnt ist und nicht dieses glänzende schwarz wie Marvel es eigentlich bei jedem Hardcover verwendet) und hat einen gelben Tiefdruck, der den Lord of Destiny darstellt darin.



Fehlt eigentlich nur noch das Pérez gebührende Oversized Format und das Papier der Crisis on Infinite Earths Absolute Edition.

So vom Flair her ist die Story sehr ähnlich der Crisis on Infinite Earths. Es hat so etwas kindliches, ist aber schon DCU episch ernst. Läßt sich schwer beschreiben. Man merkt halt deutlich, das es ein recht traditionelles Bild des DCU ist, was uns die Story und auch die Art bietet und kein Spider-man, bei dem man wirklich denkt, dass seine Story in dem New York spielt, was es in unserer Realität auch wirklich gibt. Ihr wißt hoffentlich, was ich meine. Brave & Bold ist DCU as seen in Crisis on Infinite Earths und Spider-man ist New York as seen in National Geographic's Guide to New York plus Superheroes.

Ich denke, ihr habt's rausgehört. Die Story ist sehr gut, aber dem grundliegendsten, innersten String, fehlt es an Genialität und Kick. Die Nebenplots und -segmente stehlen ihm die Show. Das klingt schlimmer als es ist. Man muß bedenken, das Brave & Bold eigentlich Single Issue Storys sind, die halt miteinander verbunden sind.
So oder so kann aber die Story mit der Art nicht mithalten. Was ich Waid nicht vorhalten möchte. Pérez zeichnet irgendwie immer als wenn er gerade das einzige Comic zeichnen würde, was von ihm jemals veröffentlicht wird und setzt seine ganze Seele und Herz hinein und Waid kann halt nur 10.000 gute Ideen haben und muß die auch etwas auf seine ganzen Books verteilen ;-)


URTEIL:
The Brave & The Bold: The Lords of Luck
-
9.3

Mittwoch, 20. Mai 2009

#10.52

Guten Morgen!

"Morgen" weil, es ist 6:34 als ich diesen Text hier schreibe... Gestern habe ich die 4 "52" Trades mit Woche 50, dem dazugehörigen "World War III" Tie-In Book und den Weeks 51 und 0/52 beendet.
Ich kann gleich vorab sagen, 52 ist für DCU und Superheldenfans, das meiner Meinung nach die beste Mega Limited Series. Ich möchte es jetzt nicht direkt über sowas wie Batman: Long Halloween oder Seven Soldiers of Victory heben, aber beide letztgenannten fühlen sich weniger richtig "Superhero" an...letztendlich auch, weil sie weniger In-Continuity sind. Was uns zum Schwachpunkt bringt: Wer sich im DC Universe nicht gut auskennt und auch die vorangegangene(n) Crisis nicht miterlebt hat, der ist mit 52 echt falsch beraten.
Das 52 Tie-In Trade World War III ist nicht wirklich schlecht, auch finde, dass Week 50, wahrend dessen das Tie-In trade handelt für diese massive Handlung viel zu kurz in 52 wegkommt...jedoch mit der World War III Trade-erweiterung widerum viel zu lang gestreckt wird. Ich möchte nicht direkt davon abraten, sich das Teil zusätzlich anzuschaffen, da ich es nicht bereue, aber direkt dazu raten, werde ich absolut auch nicht; es ist keineswegs zum Verstaendnis dieses 52 Handlungsstrangs notwendig und kein sonderlich grossartiges Lese-erlebnis...nein, sagen wir keine grossartige Lese-erlebnis-ERWEITERUNG....Week 50 ist nämlich schon ein ECHTES Highlight in 52, wie generelle alle der letzten Wochen, die nicht nur zum langweiligen abrunden der Sache da sind.

Ok, zum Inhalt und den Highlights:

52 ist Echtzeit...WAR Echtzeit als es rauskam. Jede Woche kam ein Issue raus, der auch im DCU genau eine Woche umfasste. Was viele Sachen zu kurz kommen lässt oder Zeitabstände etwas merkwürdig vorkommen lässt, dem ganzen Projekt aber auch den gewissen extra-clue gibt. Ich kriege sicher nicht mehr alle Handlungsstränge zusammen...es passiert wirklich SEHR viel in 52...verglichen mit Grant Morrisons 7 Soldiers, (was zwar auch nur halb so dick ist, aber egal), muss ich echt sagen...Seven Soldiers kriege ich von der Handlung her im Gedächtnis trotz der Komplexität und Cleverness noch zusammen...52 nicht...zu viele Handlungsstränge und zu viele Gap-filler Mini-stories in den Handlungssrängen, damit diese nicht nur am Anfang und am Ende auftauchen, wenn der Leser sie schon wieder halb vergessen hat. ABSOLUT will ich damit NICHT sagen, dass ich irgendwelche davon am liebsten weggelassen gesehen hatte. Ich mochte wirklich jede Story in 52 PUNKT.

Ich gebe mal ein Geschmacksanregende Story Kurzinhaltsgaben durch:
Booster Gold will das Jahr ohne Superman nutzen um zum Superstar von Metropolis zu werden, wird von einem Freund, der sich als böse herausstellt betrogen und kriegt neue Superhelden Konkurrenz von einem Unbekannten, den Lex Luthor für Superman hinter einer Scharade hält. Lex selbst hat eine Formel gefunden, die jeden zum Superhelden machen kann und gibt diese an jede Menge Leute weiter(zum Ärger der guten alten Justice Society) und assembled daraus seine all-new Infinity Inc. ...natürlich führt er mit der ganzen Sache nichts Gutes im Schilde, wie Natasha Irons auch irgendwann noch rausbekommen soll. The Question verbündet sich mit Renee Montoya(die Polzistin, die man vielleicht aus der Gotham Central Series kennt) um Intergang auf die Schliche zu kommen, was die beiden nach Kandahq führt, wo Black Adam eine Frau kennenlernt, die ihn zum guten bekehrt und ihn seine Kreafte mit und ihrem Bruder teilen lässt, so dass diese zur BLACK-Marvel Family werden. Weiterhin trifft Renee Montoya eine alte Freundin, deren Geheimidentität Bat-WOMAN ist, welche in Batmans Abwesenheit Gotham sauber halten will und sich deshalb ebenso wie Renee und Charlie(aka The Question) mit Intergangs "Relgion of Crime" auseinandersetzen muss.Intergang hat ausserdem noch ein nettes kleines Projekt laufen in denen sie alle evil geniuses wie den Sivana, Morrow, Quimby und sonstige mit unbeschränktem Budget auf einer geheimen Insel Waffen entwickeln lassen...neuester Gast wird der eigentlich zu den Guten gehörende Metal Man Erfinder, Will Magnus.
Weiterhin sind Animal Man, der erblindete Adam Strange und Koriand'R im Weltraum verschollen. Sollte ich jetzt Handlungstränge vergessen haben, seid mir bitte nicht böse, Geoff, Mark, Greg und Grant.

Highlights die ich wohl nie vergessen werde, sind die gesamte Booster Gold Story[besonders der Gut/Böse Wendepunkt und wie sie sich am ende ent"puppt"(pun intended], der " 'Rain' of Supermen ", die Animal Man Heimkehr nach seiner Space-Odyssee zu seiner geliebten Ellen und generell die ganze Goofiness der Oolong-evil-genius-Island Storyline.

Noch wirklich loben möchte ich die Hinter-den-Kulissen Page nach jeder Week, in der Greg Rucka, Mark Waid, Keith Giffen etc. ihren Senf zu den jeweiligen Weeks dazugeben und oftmals recht Interessanten noch dazu. Einzig und allein Keith Giffen ist mir jetzt NOCH unsympathisher(ja, das ist sogar nach seiner Marvel Annihalation Saga noch möglich gewesen)...er scheint alles Adrenalin-artige zu lieben und von allem classic-comic Goofigem oder liebenswert Romantischem total angekotzt zu sein....seine Panel Designs sind schon echt gut...aber sein Charakter und Geschmack stelle ich hier einfach mal in Frage[Ich wette er ist einer von den Typen, die nach dem Fitness Studio erstmal eine Rauchen und dann in ihrem motorisierten Nur-Heckspoiler unter aufgebohrtem Sportauspuff-brummen und durch die Scheiben dringenden Bässen reifenquietschend davondampfen]...

Die Art...ja...die Art....nichts besonderes...angemessen DCU Comic-artig halt...aber beeindruckend dabei ist schon, wie VIELE Artists an dem ganzen Projekt beteiligt waren[inklusive der ganzen Lückenfüller-artists, die benötigt wurden, um nochmal 2-3 Seiten für die jeweilige Issues beizusteuern um den weekly release-schedule einhalten zu können] und trotzdem kein grosser Stil-bruch auffällt. Lob an DC, was das angeht.
Tadel gibt's aber weil die Cover zu über 90% nur im vier-auf-einer-Seite Mini-format an die Trades angehängt sind...Die Cover sind grösstenteils echt genial(und mir sind cover normalerweise echt egal, aber hier vermisse ich sowas), nicht nur, was die Kunst angeht, sondern besonders auch die Idee als Teaser dahinter und sonst sind echt bei jedem Müll-comic die Cover mitgeliefert...traurig :-(

Um meine ganze Rezension nicht so negativ abzuschliessen, möchte ich nochmal sagen, wie begeistert ich von 52 als Gesamtwerk bin. Ich wünschte echt, DCs Big Four würden nochmal zusammenkommen um eine Elseworld-story ala Kingdom Come mit richtig genialen Artists meinetwegen auch langsam, über einen grossen Zeitraum hinweg zu schmieden.
Ein weekly Marvel Comic wäre auch mal 'was Traumhaftes, aber Marvel's Big Guns würde bestimmt nicht die gleiche Team-synergie an den Tag legen können, wie sie beim 52-Team anzutreffen war...ausserdem...auch DCs nachfolgende Weeklies "Countdown" und "Trinity" gelten ja gemeinhin als relativ gescheitert(ich kann dazu noch nichts sagen, soweit ist meine DC Aufholjagt ja noch nicht...ausserdem starte ich Trinity gar nicht erst, wenn Countdown sich wirklich als so schlecht herausstellen sollte).

Also Leute, wenn ihr eine Mega Limited Superhero-Series wollt, wartet nicht auf Marvel, springt nicht erst bei Countdown oder Trinity an Board, 52 ist die Zahl!


URTEIL:
52 (TPBs 1-4)
-
9.1



URTEIL:
52 + World War III
-
9.2



URTEIL:
World War III(only)
-
4.1